Händlergemeinschaft fordert Initiative

Kein Geld für Weihnachtsbeleuchtung: Etliche Straßen bleiben dunkel

In der Langen-Geismar-Straße in Göttingen ist die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung gesichert – in anderen hingegen nicht. Archivfoto: Pro-City/nh
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In der Langen-Geismar-Straße in Göttingen ist die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung gesichert – in anderen hingegen noch nicht. (Archivfoto)

In einigen Straßen in Göttingen wird es in diesem Jahr keine Weihnachtsbeleuchtung geben. Laut Pro City ist nicht genug Geld zusammengekommen.

Göttingen - Wer in der Advents- und Weihnachtszeit in die Göttinger Innenstadt kommt, kann in den Abendstunden in vielen festlich beleuchteten Straßen einkaufen. Doch nicht in allen Bereichen gibt es genügend Unterstützer und Sponsoren.

Die Interessenvertretung und Citymanagementgesellschaft für die Innenstadt Pro City Göttingen kann diesmal – bis jetzt – das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung für folgende sechs Straßen beauftragen: Barfüßerstraße, Burgstraße, Groner Straße, Kurze-Geismar-Straße, Lange-Geismar-Straße und Nikolaistraße. Dort gab es jeweils ausreichend Zusagen für die Finanzierung.

Göttingen: Keine Weihnachtsbeleuchtung in fünf Straßen in der Innenstadt

In anderen Straßen sieht es aber düsterer aus: Dort haben sich aber zu wenige Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer bereit erklärt, sich an den Kosten zu beteiligen. Sie haben laut Pro-City nun noch die Möglichkeit, die Weihnachtsbeleuchtung in ihrer Straße eigenständig auf die Beine zu stellen. Betroffen sind Düstere Straße, Jüdenstraße, Kurze Straße, Rote Straße und Theaterstraße. In weiteren Straßen, dazu gehören Prinzenstraße, Johannisstraße oder die Weender Straße, übernehmen Anlieger die Organisation der Weihnachtsbeleuchtung selbst.

„In jeder der Straßen, für die wir die Weihnachtsbeleuchtung organisieren, müssen wir alljährlich zunächst sicherstellen, dass die erforderliche Summe zusammenkommt“, macht Frederike Breyer, Geschäftsführerin der Pro-City GmbH, deutlich. „Dafür fragen wir ab August die Bereitschaft der dortigen Unternehmen und Hauseigentümer ab. Gibt es bis Ende September nicht ausreichend Zusagen in einer Straße, können wir die Beleuchtung dort nicht realisieren. Die Beauftragung der Weihnachtsbeleuchtung muss bis spätestens Mitte Oktober erfolgen.“ Neben der Organisation der Weihnachtsbeleuchtung setzt sich Pro City Göttingen generell für die Aufwertung der Innenstadt ein und hat diesebzüglich eine Liste mit Forderungen erarbeitet.

Weihnachtsbeleuchtung in Göttingen: Kosten liegen zwischen 30 und 100 Euro

Der jeweils notwendige Betrag beinhaltet die Kosten für das Aufhängen, Abhängen, Lagern und Warten der Lichtelemente in Göttingen. Pro-City erhebt keinerlei zusätzliche Gebühren. Je nach Straße liegt der umgelegte Anteil pro Gewerbetreibenden beziehungsweise Immobilienbesitzer zwischen 30 und 110 Euro. Für die Höhe des Beitrags spielt es keine Rolle, ob man Mitglied von Pro-City ist oder nicht.

„Auch uns liegt eine festliche Beleuchtung zur Weihnachtszeit in der gesamten Innenstadt natürlich sehr am Herzen. Deswegen ist es sehr schade, dass es in einigen Straßen zum Advent dunkel bleiben könnte“, bedauert Breyer. Die Weihnachtsbeleuchtung ist nach ihrer Ansicht ein Publikumsmagnet, der im umsatzstarken Advent dazu beitrage, Menschen auch in die Seitenstraßen zu locken. „Besonders tut uns das für all diejenigen in den betroffenen Straßen leid, die ihre Bereitschaft zur Finanzierung signalisiert haben und nun doch leer ausgehen“, so Breyer.

Pro City Göttingen sei jedoch nicht in der Lage, einzuspringen und die entstehenden Defizite auszugleichen - zumal „wir bereits die Kosten und den Personalaufwand für die Abfrage der Beteiligung übernehmen“, ergänzt Breyer. (Bernd Schlegel)

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