Traumaversorgung am Klinikum soll gestärkt werden

Prof. Dr. Lehmann: Neuer Chefarzt in Göttingen hilft Unfallopfern

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Blick auf die Universitätsmedizin Göttingen: Hier forscht und behandelt zukünftig Prof. Dr. Wolfgang Lehmann. 

Göttingen. Prof. Dr. Wolfgang Lehmann ist neuer Direktor der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Der Mediziner kommt aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) nach Südniedersachsen.

Neue Klinik

In der Elb-Metropole war Prof. Lehmann leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Der 43-jährige ist Chirurg, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Arzt für Sportmedizin. Mit seinem Dienstantritt wurden auch die bisherige Abteilung Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie sowie die bisherige Abteilung für Orthopädie zur neuen Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie an der UMG zusammengelegt.

Behandlungsschwerpunkte

In der Krankenversorgung legt Prof. Wolfgang Lehmann besonderes Gewicht auf die allgemeine Traumatologie. Die Behandlung von mehrfach- und schwerstverletzten Patienten bleibt ein besonderer Schwerpunkt in der Versorgung. Die hohe Qualität in der Traumaversorgung an der Universitätsmedizin Göttingen soll gestärkt und die Göttinger Position als überregionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Göttingen-Kassel ausgebaut werden.

Beckenchirurgie

Zudem will Prof. Lehmann die orthopädische Chirurgie und speziell die Beckenchirurgie an der UMG ausbauen. Besonderen Versorgungsbedarf sieht er besonders für degenerative Erkrankungen des Beckens, die aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmen. Ziel ist die Gründung eines gemeinsamen orthopädisch-unfallchirurgischen Zentrums für Beckenchirurgie. Hier sollen Unfallchirurgen, Orthopäden, Kinderorthopäden und Onkologen der UMG eng zusammenarbeiten und künftig alle Erkrankungen rund um die Hüften und das Becken behandeln. Ein weiterer Schwerpunkt Prof. Lehmanns ist die Wirbelsäulenchirurgie. Dazu gehört insbesondere die Versorgung traumatologischer Wirbelsäulen sowie degenerativer und maligner Erkrankungen im spinalen Bereich. Erfahrungen bringt Prof. Lehmann in der Durchführung von gelenkrekonstruktiven Eingriffen aus Hamburg mit.

Forschung

In der Forschung befasst sich Prof. Wolfgang Lehmann vor allem mit Fragen zur Entwicklung der Alterstraumatologie. Seine Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf biomechanischen Fragestellungen am Becken und der Hüfte, Osteoporose, Knochenersatzmaterialien und Knochenkleber. (bsc) Foto: UMG/nh

Kontakt: Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen, Patientenanmeldung: Tel. 05 51/39-87 87 (Unfallchirurgie) und Tel. 05 51/39-2 27 75 (Orthopädie).

www.unfallchirurgie-goettingen.de

www.orthopaedie.med.uni-goettingen.de

Zur Person

Wolfgang Lehmann (43) wurde 1972 in Kiel geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er studierte Medizin an der Martin Luther Universität Halle. Nach dem Physikum setzte Lehmann sein klinisches Studium an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) fort. 1999 wurde er mit einer biomechanischen Arbeit zu Verletzungen der Halswirbelsäule in der Unfallchirurgie der MHH promoviert. Nach seiner Facharztprüfung Chirurgie im Jahr 2004 habilitierte er sich zwei Jahre später für das Fach Chirurgie. Zusätzlich absolvierte Prof. Lehmann ein Fernstudium in Gesundheitsökonomie (Chur/Schweiz), das er im Jahr 2005 als Diplom-Gesundheitsökonom abschloss.

Nach seiner Facharztprüfung mit dem Schwerpunkt Unfallchirurgie im Jahr 2007 wurde Lehmann Oberarzt in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE). Im Jahr 2012 folgte die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.

Bis zu seinem Ruf nach Göttingen war er seit März 2014 als leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKE tätig.

Lehmann absolvierte klinisch orientierte Auslandsaufenthalte in Katmandu (Nepal), Southhampton (England), Boston (USA), Bern (Schweiz). Von Januar 2001 bis März 2002 war Lehmann als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Boston University School of Medicine in den Vereinigten Staaten tätig. 

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