Programm 2016/17: Viele brandheiße Themen im Deutschen Theater

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Markantes Haus am Wall: Das Deutsche Theater stellte am Mittwoch das Programm 2016/17 vor. Die Abonnemententwicklung ist weiter positiv. Das DT steuert auf die Zahl 2000 Abonnenten zu.

Göttingen. Das Deutsche Theater behält den Kurs bei: Auch in der kommenden Spielzeit 2016/17 wird es einige Stücke geben, die sich mit aktuellen Themen beschäftigen. Und: Das DT wird häufiger hinausgehen, an Orten abseits der Bühnen im Theater am Wall spielen.

Brandheisse Themen

Geht die dritte DT-Spielzeit: Intendant Erich Sidler.

„Terror und Migration, was uns heute so beschäftigt, das gab es früher auch schon“, sagte Intendant ErichSidler bei der Programmvorstellung am Mittwoch im Keller des Deutschen Theaters. Die Kunst und die Theater müssen sich den Entwicklungen mit nüchternem Blick, klarem Verstand, aber auch viel Herz annehmen und etwas entgegensetzen. „Wir verlangen dem Publikum etwas ab, wir belasten das Verhältnis“, sagte Sidler, aber das gehöre einfach in die Zeit, in der sich die Demokratie immer auch wieder neu beweisen müsse.

DT unterwegs

Das DT wird 2016/17 auch häufiger das Stammhaus am Wall verlassen. „Wir gehen mehr hinaus zu den Menschen in Stadt und Landkreis, wollen sie für uns begeistern“, sagte Sidler, der in seine dritte Spielzeit geht.

Als „Tournee-Stationen“ für die unter dem Titel X-Mobil laufenden Stücke nannte Sidler:

Klassenzimmer: Das Stück „Deine Helden – meine Träume“ wird ab Mitte 2017 in vielen Klassenzimmern von Schulen gespielt werden. Und dort ist die Geschichte von Karen Köhler thematisch teilweise auch beheimatet.

Junges Theater:  Es wird 2017 die Kooperation „Invasion!“ zwischen DT und JT geben, gespielt im Jungen Theater.

Gasthäuser:  „Indien“, die Geschichte zweiter Landgasthaus-Tester in Österreich wird in Gaststuben in Göttingen und Umgebung gespielt.

Bekleidungshaus: Die Geschichte „Joseph und Maria“ um den Kaufrausch und mehr spielt passenderweise in einem Bekleidungsgeschäft: „Woggon“ am Wilhelmsplatz, bereits mehrfach Schauplatz für DT-Stücke. Premiere: 22. Oktober.

Schulkooperationen

Die Zusammenarbeit mit Schulen entwickelt sich prächtig: Es gibt 17 Kooperationsschulen, und es werden weitere hinzukommen, sagte die Verantwortliche für Theaterpädadgogik, Gabriele Michel-Frei. Herausragend dabei zwei über mehrere Jahre laufende Projekte, wo Schulen fast komplett beteiligt sind, so die Brüder-Grimm-Schule in Göttingen und das Gymnasium Paul-Gehrhardt-Schule in Dassel. Dort wird zum Stück „Kindheit in der NS-Zeit“ recherchiert. Zu sehen ist es unter Leitung von Gernot Grünewald ab dem 11. Februar 2017.

Auch das Niedersächsische Schultheaterfestival vom 23. bis 27. Mai in Göttingen wird im Großen Haus des DT eine Bühne finden. Göttingen ist dabei stark vertreten, mit Theatergruppen von: Theodor-Heuss-Gymnasium, Albani-Grundschule und Freie Waldorfschule.

Lesen Sie dazu auch:

- Theater für das genaue Hinsehen: DT in Göttingen stellt Programm vor

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