Projekt Adelante: Neue Chancen im Beruf für junge Spanier

Begrüßung: 21 junge Spanierinnen und Spanier aus Malaga und von der Urlaubsinsel Teneriffa wollen eine duale Ausbildung in Südniedersachsen aufnehmen. Foto: Niesen

Göttingen. 21 junge Frauen und Männer aus Spanien wollen in 15 südniedersächsischen Betrieben über das Projekt Adelante eine Ausbildung starten. Am Anfang steht zunächst ein sechswöchiges Praktikum.

Dabei haben die Spanier zunächst die Gelegenheit, ihre Ausbildungsbetriebe kennenzulernen und umgekehrt die Unternehmen ihre zukünftigen Mitarbeiter. Für das Projekt engagieren sich in der dritten Auflage die Volkshochschule Göttingen, die Industrie- und Handelskammer (IHK), Betriebe, berufliche Schulen und Gasteltern, die sich bereit erklärt haben, die jungen Menschen während des Praktikums in ihren Familien aufzunehmen.

Die Jugendlichen suchen ihr Glück in Deutschland vor allem wegen der unzureichenden Arbeitssituation in ihrer Heimat. Die Betriebe in Südniedersachsen wiederum versprechen sich motivierte Mitarbeiter in Zeiten, in denen die Zahl der Bewerber vor Ort zurückgegangen ist.

Sprache ist Hürde

Wie bei den ersten beiden Durchgängen mit zusammen 41 Teilnehmern wollen die jungen Frauen und Männer in Lehrberufe wie Koch, Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker, Friseur, Altenpfleger, Restaurantfachmann oder in verschiedene kaufmännische Bereiche hineingehen. Größte Hürde ist dabei die Sprache. Mit einem dreimonatigen Intensivunterricht wurden sie in Spanien deshalb auf Südniedersachsen vorbereitet. Vor Ort in Göttingen sind zudem weitere sechs Stunden wöchentlich vorgesehen, sagte der stellvertretende VHS-Leiter Rüdiger Rohrig bei der offiziellen Begrüßung der Gruppe.

In den Berufsbildenden Schulen III in Göttingen soll es nach Angaben von Schulleiterin Maria Harberding zusätzlichen Förderunterricht nach den Sommerferien geben. Dort erhalten die Auszubildenden aus der Gastronomie den theoretischen Unterricht. Die Erfahrungen mit den Auszubildenden aus den beiden ersten Projekten sind gut, sagte die zuständige Lehrerin Elisabeth Kühne.

Der erste Kontakt mit den Interessenten für eine duale Ausbildung in Deutschland werden bereits vor Ort in Spanien geknüpft, sagte der verantwortliche IHK-Mitarbeiter Joachim Grube. Die jetzt angekommenen Jugendlichen stammen aus Malaga und Santa Cruz auf der Kanaren-Insel Teneriffa. Zu den Betrieben gehören unter anderem das Freizeit In in Göttingen, das Autohaus Hermann in Northeim, die Firma Knüppel in Hann. Münden, das Burghotel in Nörten-Hardenberg und der Romantische Winkel in Bad Sachsa. (zhp)

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