Inklusions-Projekt

Projekt in Adelebsen: Ex-Schule soll Sportzentrum mit Eishalle werden

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Projekt Eislaufhalle: Darüber informierte sich Bundesabgeordneter Thomas Oppermann (rechts) bei Andreas Vogelsang (2.v.r.), dem Adelebser SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Michael von Minden und der SPD-Kreistagsabgeordneten Margrit Wolter.

Adelebsen. Seit mehreren Jahren ist die ehemalige Haupt- und Realschule in Adelebsen im Kreis Göttingen geschlossen. Doch schon bald könnte dort ein Sportzentrum der besonderen Art entstehen.

Wenn es nach Andreas Vogelsang geht, soll aus der Ex-Schule eine 60 Meter lange und 30 Meter breite Eishalle mit Kletter- und Hochseilgarten darüber werden. Und weil im Sommer natürlich keine Pirouetten auf Kufen gedreht werden können, sollen dort Motorsportfans auf E-Karts ihre Runden drehen.

Lange hat die Gemeinde Adelebsen nach einer Möglichkeit für eine Nutzung des Gebäudes gesucht.

Vogelsang (50), der Motor des Projekts ist, betreibt seit Ende 2016, ein Fitnessstudio in Adelebsen. Der studierte Sportwissenschaftler will das Projekt nicht allein auf die Beine stellen. Stattdessen soll eine Genossenschaft als Projektträgerin ins Leben gerufen werden. Für Einlagen ab 500 Euro sollen dann Interessenten mitmachen können. Dieses Modell ist vor allem steuerlich interessant. Vogelsang rechnet mit einer Investitionssumme von etwa 1,5 Millionen Euro.

Der Gemeinderat hat schon seine Unterstützung zugesagt. Bevor es losgehen kann, müssen aber noch zahlreiche Gutachten her. Natürlich ist hauptsächlich die benötigte Kälte für die Eisbahn das Problem. Außerdem muss die entstehende Abwärme genutzt werden. Die soll in der bestehenden Schwimmhalle verbraucht werden. Außerdem ist ein Blockheizkraftwerk im Gespräch. Weiterer Vorteil des Projekts: Das bisherige Schulgebäude kann komplett weiterverwendet werden. Die Eis- und Karthalle als Kernstück soll auf dem Schulhof entstehen.

Vogelsang ist vom Erfolg überzeugt: „In einem Umkreis von 20 Kilometern um Adelebsen wohnen etwa 250.000 potenzielle Nutzer“, sagt der Vogelsang, der wegen der Liebe nach Adelebsen kam. Außerdem kann er sich Kooperationen vorstellen: So könnte es Jugend-Eishockey in der Halle geben oder Schulunterricht auf Schlittschuhkufen.

Damit die Halle auch von vielen Gästen genutzt wird, gehören auch eine Gastronomie mit Zimmervermietung zum Konzept. Vogelsang hat sich vorgenommen, daraus ein Inklusions-Projekt zu machen und Behinderte mit einzubinden.

Anfang der Woche informierte sich der Göttinger Abgeordnete Thomas Oppermann (SPD). Er sieht durch die Ansiedlung einer Eis- und Karthalle eine Verbesserung der Lebensqualität für Adelebsen. „Das ist unterstützungswürdig“, sagt Oppermann.

Einen konkreten Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht, aber einen Wunschtermin für die Eröffnung: im Herbst 2020. 

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