Innovatives Projekt der BBS II 

Projekt in Göttingen: Energieeffizienzhaus und Labor für den Unterricht

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Ein Blick in die Baupläne (von links): Andreas Grimmig (Obermeister der Sanitär-Heizung-Klima-Innung Südniedersachsen), BBS II-Schulleiter Bernd Wübbenhorst, Kreisrat Marcel Riethig, der BBS II-Fördervereinsvorsitzende Jens Müller und Fachlehrer Christoph Sturm vor dem Rohbau des neuen Energieeffizienzhauses.

Göttingen. In einem in Niedersachsen einmaligen Projekt entsteht in einem Labor der Berufsbildenden Schulen (BBS) II in Göttingen ein Energieeffizienzhaus.

„Hier wird Zukunft geschaffen und mit Zukunft gearbeitet“, sagt Marcel Riethig, Erster Kreisrat des Landkreises Göttingen, der das Projekt als Schulträger unterstützt. Dieses sieht vor, das rund 100 Quadratmeter (qm) große Energieeffizienz-, Schulungs- und Innovationshaus (ESIH) als voll funktionsfähiges Modell im Labor für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zu bauen und auf 400 qm mit modernen Trainingswänden, Lerninseln und Computerarbeitsplätzen zu umgeben.

Innovativer Unterricht

„Dadurch soll das Lernen in Kleingruppen an unterschiedlichen Themen und Aufgabenstellungen ermöglicht werden“, sagt BBS II-Schulleiter Bernd Wübbenhorst. „Diese Differenzierungsmöglichkeit bietet den Lehrkräften die Chance, der Unterschiedlichkeit der Lernenden vor allem im Blick auf ihre individuelle Förderung besser gerecht zu werden und den Unterricht so zu gestalten, dass er möglichst vielen für ihr Lernen geeignete Zugänge bietet.“

Durch den Bau des ESIH sollen innovative Unterrichtsprojekte in den Bereichen „Ressourcen schonende Wärmeerzeugung“ (Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk, Heizen mit kohlendioxid-neutralen Brennstoffen), kontrollierte Wohnraumlüftung und Gebäudeautomation entstehen. „Im Sinne von Handwerk 4.0 wird die Haustechnik des Gebäudes durch modernste Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt“, sagt Fachlehrer Christoph Sturm. Darüber hinaus würden die für Energieeffizienzhäuser relevanten Wandaufbauten und deren Gestaltungsmöglichkeiten so dargestellt, dass sie als Unterrichts- und Anschauungsobjekte dienen können.

Kooperation mit Industrie

Rund 400 000 Euro werden der Bau des ESIH und die Einrichtung des Labors verschlingen, das nach der Fertigstellung Mitte 2020 auf dem modernsten Stand der Technik sein wird. Neben Fördergeldern von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (dbu) in Höhe von 41 000 Euro beteiligen sich auch Industrie und Handwerk in großem Umfang an den Kosten.

„Der Bau des Projekthauses soll als berufs- und schulübergreifendes Projekt realisiert werden, an dem Auszubildende und Schüler der unterschiedlichsten Gewerke und Bereiche beteiligt werden“, sagt Wübbenhorst. „Durch die Komplexität des ESIH und der enthaltenen innovativen Technik soll es auch für Weiterbildungen eingesetzt werden“, betont Andreas Grimmig, Obermeister der Sanitär-Heizung-Klima-Innung Südniedersachsen. In Kooperation mit der Innung, verschiedenen Herstellern und Partnern sollen Weiterbildungsangebote für Fachhandwerker und Lehrkräfte zu verschiedensten Themen entstehen.

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