Angebot für Langzeitarbeitslose

Projekt "ProZukunft": Unterstützung bei der Jobsuche im Kreis Göttingen

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Austausch in der Gruppe: Das gehört beim Projekt „ProZukunft“ der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung zu den ständigen Angeboten. Foto:

Etwa 8000 Langzeitarbeitslose gibt es im Landkreis Göttingen. Das Projekt „ProZukunft“ ist ein Weg zurück auf den Arbeitsmarkt.

Seit zweieinhalb Jahren läuft das Angebot für Hartz-IV-Empfänger. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Von den bislang etwa 300 Teilnehmern nahmen fast ein Drittel an Praktika in Betrieben teil. Etwa 15 Prozent haben den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt geschafft und eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bekommen.

inanziert wird das Projekt vom Bund. Für solche und andere Angebote bekommt der Landkreis etwa 11,5 Millionen Euro. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2018. Damals flossen nur 5,6 Millionen Euro, im Jahr 2019 waren es 11 Millionen Euro.

Organisiert wird „ProZukunft“ von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) – für Geschäftsführerin Magdalene Günther ein „Vorzeige-Projekt“. Aktuell wird „ProZukunft“ in Göttingen (30 Teilnehmer), Duderstadt (35) und Wollershausen (20) angeboten. Es ist daran gedacht, diese Variante auch in anderen Bereichen des Landkreises Göttingen anzubieten – zum Beispiel in Hann. Münden oder im Kreisteil Osterode. In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurden knapp 300 Teilnehmer betreut. Sie bekommen auf ganz unterschiedlichen Ebenen Unterstützung. So gehören zum Team Sozialarbeiter und auch ein Psychologe. Am Anfang der Zeit im Projekt stehen eine Stärken/Schwächen-Analyse sowie Einzelgespräche. Um den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern, helfen die Mitarbeiter des Projekts bei der Suche nach Praktikumsstellen – zum Beispiel in Altenheimen, Transportfirmen oder Einzelhandelsunternehmen. Ein Erfolg war der Umzug der Göttinger Einrichtung aus dem Gebäude der Arbeitsagentur in die Musa. Dort finden die Teilnehmer gute Bedingungen und die „Hemmschwelle“ ist nicht so hoch. Der Erfolg kann sich nach Ansicht des Kreises sehen lassen: 15 Prozent der Teilnehmer finden eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit. Weitere 30 Prozent nehmen an Praktika teil.

Tipp: Fall-Manager im Jobcenter ansprechen

er an dem Projekt „ProZukunft“ teilnehmen will, sollte seinen zuständigen Fall-Manager im Jobcenter ansprechen. Mit dieser Einrichtung, die die Hartz-IV-Empfänger in Stadt und Landkreis Göttingen betreut, gibt es eine enge Kooperation. Beispielsweise ist ein „ProZukunft“-Mitarbeiter immer gern bereit, bei Gesprächen mit Betroffenen im Jobcenter mit dabei zu sein. Weitere Infos gibt es hier.

Vielfältige Unterstützung der Teilnehmer

Für Langzeitarbeitslose gibt es im Projekt „ProZukunft“ ganz unterschiedliche Unterstützung.

Regelmäßig treffen sich die Teilnehmer in der Gruppe. Dabei können dann Probleme diskutiert und gemeinsam gelöst werden, die die einzelnen haben. Immer freitags gibt es zudem ein gemeinsames Frühstück in der großen Runde.

Außerdem gibt es ganz praktische Angebote, die dabei helfen sollen, einen neuen Job zu finden. Dazu gehören beispielsweise Computerkurse oder das Bewerbungstraining.

Die Teilnehmer sind ein halbes Jahr in der Maßnahme. Danach muss aber der Kontakt nicht abbrechen. Die Mitarbeiter des Projekts kümmern sich auf Wunsch weiterhin um die Teilnehmer und helfen beispielsweise bei Problemen. Langzeitarbeitslose werden vom Jobcenter bei dem Projekt angemeldet. Die Teilnahme selbst ist kostenlos. Während dieser Zeit erhalten die Betroffenen weiterhin die üblichen Hartz-IV-Leistungen. Jobcenter, die auch eine eigene Arbeitsvermittlung haben, unterhält der Landkreis aktuell in Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt und Osterode. Hinzu kommt das Jobcenter der Stadt Göttingen, das für Betroffene aus der Uni-Stadt zuständig ist.  bsc

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