Gerade nachts werden Einwohner stark gestört

Projekte in Planung: Kampf gegen Bahn-Lärm in Göttingen beginnt

Die Lärmbelastung am Göttingen Leineberg durch die Eisenbahn ist besonders hoch: Die untere Strecke führt nach Eichenberg. Dort fahren unter anderem der Cantus nach Kassel und Eschwege und der Regionalexpress nach Erfurt Auch die Schnellfahrstrecke (links), auf der die ICE unterwegs sind, führt an dem Wohngebiet vorbei. Das Problem: Insbesondere nachts sind auf allen Strecken laute Güterzüge unterwegs. Foto: Rampfel

Göttingen. Nachts sind in Göttingen alle paar Minuten Güterzüge zu hören. Ein Lärmaktionsplan mit konkreten Projekten soll die Belastung eindämmen.

Zu den besonders belasteten Bereichen der Stadt gehört der Leineberg. Dort gibt es mehr als 2200 Betroffene. Wie groß der Bahnlärm in Göttingen insgesamt ist, machen folgende Zahlen deutlich: Allein im Norden des Bahnhofs Göttingen fahren pro Jahr 140.000 Züge, davon 32.000 in den Nachtstunden.

Südlich des Bahnhofs, also am Leineberg, sind pro Jahr bis zu 132.000 Züge unterwegs, davon 32.000 in den Nachstunden. Und: Der Güterzugverkehr hat in beiden Bereichen einen Anteil von mehr als 75 Prozent nächtlichen Schienenverkehr, hat das Kasseler Büro LK Argus herausgefunden.

Fazit: Gerade nachts werden die Einwohner besonders stark gestört. Deshalb gibt es konkrete Vorschläge, um die Situation zu verbessern:

• Bau einer Schallschutzwand östlich der Gleise am Leineberg von der Abzweigung der Gleise Richtung Eichenberg bis Höhe Sieberweg – für die Anwohner des Leinebergs.

• Bau einer Schallschutzwand östlich der Gleise ab der Eisenbahnbrücke über die Leine bis hinter das Zoologische Museum – für die Anwohner des Bereichs Gartetalbahnhof und Goethe-Allee.

• Bau einer Schallschutzwand westlich der Gleise parallel zum Maschmühlenweg bis zur Kreuzung Maschmühlenweg/Im Rinschenrott – für die Anwohner des Maschmühlenweg und der Pfalz-Grona-Breite.

• Außerdem sollen bestehende Schallschutzwände in am Leineberg und an der Ernst-Fahlbusch-Straße erhöht werden.

Das Problem: Derzeit ist völlig offen, in welchem Umfang und wann die vorgeschlagenen Projekte von der Deutschen Bahn AG realisiert wird, sagt die Stadtverwaltung.

Die konkreten Lärmschutzprojekte für den Leineberg sollen sollen öffentlich vorgestellt werden. Eine Präsentation dazu beginnt am Donnerstag, 25. Februar, um 18 Uhr in der Leinebergschule, Weserstraße 32.

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