Demo vor Aula der Universität

Protest von Klimaschützern bei Veranstaltung von Uni und Land in der Aula am Wilhelmsplatz

Protest von Klimaschützern vor der Alten Mensa in Göttingen am Wilhelmsplatz: Klimaschützer von Extiction Rebellion liegen auf dem Pflaster. Polizisten stehen daneben.
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Diskussionsrunde der Uni Göttingen zum 75-jährigen Bestehen des Landes Niedersachsen: Dabei gab es Protest von Klimaschützern der Bewegung Extinction Rebellion vor der Alten Mensa in Göttingen. Menschen, die sich tot stellen, liegen auf dem Pflaster. Polizisten stehen daneben.

Klimaschützer haben am Montagabend Aufmerksamkeit für das Thema erregt: Am Wilhelmsplatz in Göttingen demonstrierten sie am Rande der Uni-Veranstaltung zum Landesjubiläum

Göttingen - Sie lagen wie tot auf dem Pflaster vor dem Eingang der Uni-Aula am Wilhelmsplatz. Auf Schildern und mit Farbkreide aufgesprühten Sprüchen und Forderungen sowie per Ansage erläuterten die Klimaschützer der Göttinger Ortsgruppe Extinction Rebellion worauf es ihnen ankommt: Klimaschutz jetzt und eine klare Position der Universität Göttingen und das Ausrufen des Klimanotfalls

So mussten sich die prominenten Teilnehmer an der Diskussion „Forschung in Niedersachsen - Forschung für Niedersachsen“ wie Ministerpräsident Stephan Weil, der direkt von den Demonstranten angesprochene Uni-Präsident Metin Tolan und Nobelpreisträger Stefan Hell an den „Klimatoten“ vorbei den Weg in die Aula bahnen.

Bevor und während in der ehrwürdigen Aula und in der Diskussion über die Herausforderungen der Universität und Forschung in Niedersachsen lief - und am Rande auch über das Thema Klimawandel (Podiumsteilnehmerin Viola Priesemann nannte sie „Klimakrise“) lief formulierten die Klimaschützer draußen ihre Forderungen nach einer mündigen Uni: „Georgia Augusta, wo ist Deine Stimme?“

Die Zeit sei reif für die Universität Göttingen, sich daran zu erinnern, was Zivilcourage bedeutet, sagten die friedlichen Demonstranten. „Das Richtige tun, auch wenn es nicht einfach und bequem ist. Wo ist die verantwortungsvolle Universität, die den Notfall erklärt?“, untermauerte die Gruppe ihre Forderung nach Ausruf des Klimanotfalls von 2020. „Georgia Augusta, deine Stimme wird gebraucht. Es ist Zeit, Alarm zu schlagen.“

Immerhin: Im Saal formulierten am Ende auch Podiumsteilnehmer die Klimakrise als größte Herausforderung - auch für die Forschung der Zukunft in Niedersachsen.

Die Schilder neben den „Leichen“ vor der Aula verkündeten eine deutliche Sprache: „Hitzetod“ und andere Todesursachen, verursacht durch den Klimawandel, wurden darauf genannt.

Die Polizei begleitete mit einigen Einsatzkräften die Demonstration der Gruppe. Es kam zu keinen Vorfällen. (Thomas Kopietz)

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