Demonstration in Göttingen

Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan

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Sicheres Herkunftsland? Nach dem Bombenanschlag in Kabul ist die Diskussion um Abschiebungen wieder in vollem Gange.

Göttingen. Etwa 150 Flüchtlinge und ihre Unterstützer haben am Mittwochabend in Göttingen gegen weitere Abschiebungen nach Afghanistan protestiert.

Es gebe in dem asiatischen Land keine sicheren Regionen mehr, die Gewalt breite sich dort immer weiter aus, sagten Redner bei der Kundgebung auf dem Marktplatz.

Zuletzt hatte am Mittwochmorgen ein Anschlag im Kabuler Diplomatenviertel bis zu 100 Todesopfer und Hunderte Verletzte gefordert.

Wegen der Attacke war eine für Mittwoch geplante Sammelabschiebung aus Deutschland nach Afghanistan kurzfristig ausgesetzt worden.

In den vergangenen Wochen waren bereits fünf Abschiebungsflüge nach Kabul gestartet. Nach Angaben des Göttinger Arbeitskreises Asyl müssen auch mehrere in Göttingen lebende Afghanen kurzfristig mit ihrer Abschiebung rechnen.

Sie verdanken einem Anschlag, dass sie heute nicht abgeschoben wurden“, sagte ein Sprecher des Arbeitskreises. Zuvor hatte bereits die in Göttingen ansässige Gesellschaft für bedrohte Völker Abschiebungen nach Afghanistan scharf kritisiert. (epd)

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