Göttingen

Protest gegen Uefa-Entscheidung: Stadt Göttingen hisst die Regenbogenflagge

Die Regenbogenflagge: Sie wurde am Mittwoch von der Stadt Göttingen gehisst. Symbolbild: Francisco Seco/AP/dpa
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Die Regenbogenflagge: Sie wurde am Mittwoch von der Stadt Göttingen gehisst. (Symbolbild)

Auch in Göttingen wehte die Regenbogenflagge als Zeichen für Vielfalt. Göttingen stehe für eine „ bunte, tolerante und diverse Gesellschaft“, so der Oberbürgermeister.

Göttingen – Die Stadt Göttingen hisste am Mittwoch, 23. Juni, die Regenbogenflagge, um ein Zeichen für Vielfalt und zugleich gegen die Entscheidung der Uefa und damit verbunden gegen die Benachteiligung von homosexuellen und transsexuellen Menschen in Ungarn und in allen anderen Ländern zu setzen.

„Ich bin mir sicher, dass viele Menschen in Europa, Deutschland und Göttingen heute das Symbol der Regenbogenfarben sichtbar machen werden und sage es ganz deutlich: Die Stadt Göttingen steht für eine bunte, tolerante und diverse Gesellschaft“, macht Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler deutlich.

Regenbogenfarben als Zeichen für Vielfalt: Deutschlandweite Aktionen

Natürlich sei es schwierig, wenn Sport und Politik miteinander vermengt würden. Köhler betont: „Nicht nur heute ist es wichtig, ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. Wir müssen gemeinsam diesem homophoben Gesetz in Ungarn den Kampf ansagen. Wir alle dürfen nicht zulassen, dass ein solch rückwärtsgewandtes Gesellschaftsverständnis in Europa Fuß fasst.”

Anlass für die Aktion sind die Vorfälle während der derzeitigen Fußball-EM. Hintergrund der deutschlandweiten Aktionen ist die umstrittene Entscheidung der Uefa, die Beleuchtung der Allianz-Arena in Regenbogenfarben zu verbieten.

Die Stadt München wollte damit ein Zeichen gegen ein umstrittenes Homosexuellen-Gesetz in Ungarn setzen. Zuvor hatte die Uefa bereits Ermittlungen gegen den deutschen Torhüter Manuel Neuer wegen des Tragens einer Regenbogenbinde aufgenommen. (Bernd Schlegel)

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