Protestzug: Farbbeutel gegen Haus von Burschenschaft

Demonstration gegen Burschenschaften und Neonazis: Mehrere hundert Teilnehmer eines Protestzuges waren in die Göttinger Innenstadt gekommen. Foto: Schröter

Eine Demonstration gegen Burschenschaften und Neonazis gab es am Montag in Göttingen. Kurzzeitig drohte die Situation vor einem Haus einer Burschenschaft zu eskalieren.

Aktualisiert um 10.28 Uhr

Aus der Menge wurden mehrere Farbbeutel gegen die Hauswand und Fenster des Hauses der Burschenschaft an der Theaterstraße geworfen. Außerdem explodierte ein Böller. Einsatzleiter Holger Will und andere Beamten vor Ort konnten die Werfer in der Menge nicht identifizieren. Laut Polizei seien die Farbbeutel völlig unvermittelt und verdeckt geworfen worden. Will sah keine Möglichkeit die Täter in der Menge zu identifizieren. Wegen Sachbeschädigung wird nun im Staatschutzkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes ermittelt. Wegen des Böllerwurfes wurde zudem eine Anzeige angefertigt. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.

Die Polizei spricht von 260 Teilnehmern bei der Demonstration. Es war eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei zur Stelle, um im Ernstfall eingreifen zu können. Ein Großteil der Einsatzkräfte hielt sich während des Protestzuges im Hintergrund.

Nach der Attacke: Aus der Menge wurde das Haus einer Burschenschaft an der Theaterstraße mit Farbbeuteln beworfen. Foto: Schröter

Zu der Demonstration unter dem Motto „Die rechte Konjunktur lahmlegen. Männerbünde auflösen.“ hatte ein Bündnis aus Gruppen aufgerufen, die dem linken Spektrum zuzuordnen sind. Anlass waren mehrere Vorkommnisse im Juli. Dabei waren ein Neonazi, der ein Paar angriff, und Burschenschaften verwickelt. Für Aufsehen sorgten Schüsse mit einer Softair-Waffe aus dem Haus einer Burschenschaft auf ein linkes Wohnprojekt.

Protestzug gegen Burschenschaften und Neonazis in Göttingen

Die Teilnehmer der Aktion zogen nach einer Auftaktaktion am Gänseliesel derzeit durch die Stadt. Dabei ging es an mehreren Häusern von Burschenschaften vorbei. Der Protestzug führte vom Alten Rathaus, über die Weender Straße, den Nikolausberger Weg, die Bühlstraße und die Burgstraße, Theaterstraße bis zum Wilhelmsplatz, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.

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