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Prozess in Göttingen: Polizistin befragte Opfer von Übergriffen

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Von: Heidi Niemann

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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier fiel das Urteil gegen den 27-Jährigen.
Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort wurde der Prozess gegen einen Professor fortgesetzt. (Symbolbild) © Bernd Schlegel

Im Prozess gegen einen wegen zahlreicher körperlicher und sexueller Übergriffe angeklagten Professor der Universität Göttingen hat jetzt eine Polizeibeamtin vor dem Landgericht Göttingen über die Ermittlungen berichtet.

Göttingen – Die Polizistin hatte im August 2018 zwei Doktorandinnen und eine Labormitarbeiterin vernommen, die damals den Entschluss gefasst hatten, sich wegen der Übergriffe an die Polizei zu wenden.

Nach Angaben der Ermittlerin fiel es vor allem der Labormitarbeiterin sehr schwer, über das Erlebte zu sprechen. Die heute 67 Jahre alte Frau habe bei der Vernehmung gezittert und sehr angeschlagen gewirkt. Sie habe dann erzählt, dass sie viele Jahre für den Angeklagten gearbeitet habe. Sie habe die Tat als zutiefst erniedrigend empfunden und sei danach nicht mehr in der Lage gewesen, zur Arbeit zu gehen.

Eine Doktorandin berichtete der Beamtin, dass der Angeklagte sich damit gebrüstet habe, über großes medizinisches Wissen zu verfügen. Er habe ihr am Ohrläppchen geleckt, weil er angeblich schmecken könne, ob es in ihrem Körper Krebszellen gebe. Außerdem habe er regelmäßig angebliche „Symmetrie-Checks“ vorgenommen und dabei ihre Brüste und ihren Körper abgetastet und ihr Gesäß geknetet. Er habe ihr auch angeboten, ihre Muttermilch zu trinken, um zu schmecken, ob darin Schadstoffe enthalten seien. Der Prozess wird fortgesetzt. (Heidi Niemann)

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