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Drogen und Waffen im Burger-Lokal: Imbissbetreiber und Neffe angeklagt

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Von: Heidi Niemann

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Die Eingangstür zum Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht Göttingen.
Prozess um Drogen im Burger-Lokal am Göttinger Landgericht. (Symbolbild) © Bernd Schlegel

Ein Imbissbetreiber aus Göttingen muss sich seit dieser Woche gemeinsam mit seinem Neffen in einem Drogenprozess vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Göttingen – Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten unter anderem unerlaubtes Handeln mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie mit Waffen vor. Demnach sollen die beiden Angeklagten im September 2018 sowie in der Zeit davor in einem Burger-Lokal in Göttingen, der von dem 46-jährigen Italiener betrieben worden sei, Drogen verkauft haben. Der 46-Jährige habe außerdem entsprechend einem gemeinsamen Tatplan sowohl in dem Lokal als auch an mehreren anderen Orten diverse Waffen verwahrt.

Die Fahnder stellten damals in der Wohnung des Neffen 12 Gramm Kokain und 155 Gramm Marihuana sicher. Zeitgleich wurde auch die Wohnung seines Onkels durchsucht. Dort entdeckten die Ermittler insgesamt rund 542 Gramm Marihuana, außerdem einen Revolver, eine halbautomatische Pistole, eine Schreckschusspistole sowie eine Bock-Doppelflinte nebst der jeweiligen Munition.

Prozess in Göttingen: Drogen und Waffen im Burger-Lokal

Laut Anklage befanden sich die Waffen in einem Waffenschrank. In diesem Schrank habe sich außerdem eine größere Menge Bargeld befunden, die ebenfalls sichergestellt wurde.

In dem Imbissbetrieb des Onkels fanden die Fahnder außerdem eine ungeladene Schreckschusswaffe samt Munition. Zwei weitere dazu passende Schuss Munition hätten sich in einem Pkw befunden. In einem weiteren Pkw stießen die Fahnder dann auch noch auf eine geladene Schreckschusspistole mit sieben Schuss Munition.

Bei ihren Durchsuchungen stellten die Fahnder insgesamt rund 46.000 Euro Bargeld sicher. Da dieses Geld mutmaßlich aus Drogengeschäften stammt, sollte dieser Betrag nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eingezogen werden.

Im Anschluss an die Verlesung der Anklage erklärten die beiden Verteidiger, dass ihre Mandanten zunächst keine Angaben zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen machen würden. Der Prozess wird Mitte März fortgesetzt. (Heidi Niemann)

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