Ehefrau mit Pistole erschossen

Prozess um tödlichen Kopfschuss beginnt: 49-Jähriger steht wegen Mordes vor Gericht

In diesem Haus in Einbeck fiel der tödliche Schuss.
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In diesem Haus in Einbeck fiel der tödliche Schuss: Der Prozess beginnt am 26. Januar.

Wegen Mordes muss sich ein 49-Jähriger ab Ende Januar vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Dem Einbecker wird vorgeworfen, seine 27-jährige Ehefrau im April vergangenen Jahres mit einer Pistole erschossen zu haben.

Göttingen/Einbeck – Der Prozessauftakt ist für Dienstag, 26. Januar, vorgesehen. Danach hat das Gericht bis Anfang April noch sechs weitere Verhandlungstage anberaumt, heißt es in einer Mitteilung.

Der Fall sorgte damals für großes Aufsehen. Der Mann hatte offenbar selbst den Notruf gewählt und mitgeteilt, dass er glaube, seine Ehefrau versehentlich erschossen zu haben. Beim Eintreffen habe der Mann erheblich unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken gestanden, hieß es damals. Oberstaatsanwalt Andreas Buick machte deutlich, dass zu Beginn der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der tödliche Schuss gelöst habe, als der Mann die Waffe gereinigt habe.

Ab September ging die Anklagebehörde von einem vorsätzlichen Mord aus. Der Beschuldigte habe sich von seiner Ehefrau trennen wollen, ohne die gemeinsamen Kinder zu verlieren, hieß es in einer Mitteilung. Ihm werde vorgeworfen, seine Ehefrau, die zur Tatzeit entspannt auf der Couch saß, Musik hörte und mit keinem Angriff des Angeschuldigten rechnete, unter Ausnutzung dieser Arglosigkeit erschossen zu haben.

Der 49-Jährige war im September verhaftet worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. (Bernd Schlegel und Kathrin Plikat)

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