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Prozessauftakt: 30-Jähriger steht wegen „Dealens“ in Göttingen vor Gericht

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Von: Heidi Niemann

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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort muss sich ein 30-Jähriger verantworten.
Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort muss sich ein 30-Jähriger verantworten. (Symbolbild) © Bernd Schlegel

Ein 30-Jähriger soll mit einer bestimmten Droge gehandelt haben. Deshalb steht der Osterode jetzt vor dem Landgericht Göttingen.

Göttingen/Osterode – Ein 30-jähriger Mann aus Osterode muss sich seit dieser Woche wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Prozess um mutmaßlichen Drogenhandel in Göttingen: Durchsuchung im Januar 2022

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zum einen vor, im September 2021 etwa 160 Gramm des psychoaktiven Stoffs alpha-PHP bestellt zu haben. Ende Januar 2022 durchsuchten Fahnder dann seine Wohnung in Osterode. Dort stellten sie neben zahlreichen unterschiedlichen Drogen und Streckmitteln auch diverse Waffen sicher. Darunter befanden sich unter anderem ein Teleskopschlagstock, ein weiterer Schlagstock, ein Messer, ein Pistolenmagazin, ein Luftgewehr und zwei Elektroschocker, einer davon war als Taschenlampe getarnt.

Der Angeklagte wurde daraufhin festgenommen. Er sitzt seither in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf in Untersuchungshaft. Die erste angeklagte Tat – die Bestellung der psychoaktiven Substanz alpha-PHP – war im vergangenen Oktober aufgeflogen. Damals hatte das Hauptzollamt Dortmund eine entsprechende Lieferung aus den Niederlanden sichergestellt.

Prozess um mutmaßlichen Drogenhandel in Göttingen: Fahnder stießen auf 2,7 Kilo Kokain

Knapp vier Monate später rückten dann Drogenfahnder bei ihm zur Wohnungsdurchsuchung an. Dort stießen die Polizisten unter anderem auf 2,7 Kilo Kokain sowie zahlreiche weitere Drogen, unter anderem rund 150 Gramm Heroin und 105 Gramm alpha-PHP. Ergänzt wurde diese „Produktpalette“ durch Haschisch, Crystal Meth, Marihuana, Ecstasy, Amphetamine und weitere neue psychoaktive Stoffe. Daneben beschlagnahmten die Beamten noch 1765 Euro Bargeld und eine Reihe von Waffen.

Prozess um mutmaßlichen Drogenhandel in Göttingen: Erklärung des Angeklagten

Zu Beginn des Prozesses gab der Verteidiger eine Erklärung für den Angeklagten ab. Demnach räumt der 30-Jährige die Vorwürfe im Wesentlichen ein. Sein Mandant sei selbst massiv betäubungsmittelabhängig, erklärte Rechtsanwalt Mirko Oestreich. Der Angeklagte selbst gab an, dass er im Alter von 16 Jahren begonnen habe, Drogen zu nehmen. Zunächst habe er Cannabis und Speed konsumiert, später seien andere Drogen wie Koks, Crystal Meth und Heroin dazu gekommen Zuletzt habe er täglich etwa fünf Gramm Flex und bis zu vier Gramm Crystal Meth konsumiert, außerdem wöchentlich bis zu sechs Gramm Heroin.

Die Kammer hat für den Prozess Verhandlungstermine bis in den August hinein angesetzt. (Heidi Niemann)

Im vergangenen Jahr war ein Mann wegen illegaler Drogengeschäfte in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt worden.

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