Untersuchung der Landesnahverkehrsgesellschaft

Pünktlichkeits-Bilanz: Jeder zehnte Metronom-Zug ist verspätet

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Jeder zehnte Metronom-Zug war verspätet: Das berichtet die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen in ihrer Pünktlichkeitsbilanz für 2017.

Göttingen/Hannover. Mehr als jeder zehnte Metronom-Zug zwischen Göttingen, Hannover und Uelzen ist verspätet unterwegs. Das berichtet die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen ist ihrer Pünktlichkeitsbilanz für 2017.

Das Problem: Zwischen Hannover und Uelzen muss sich der Regionalzug die Eisenbahntrasse mit ICE und IC teilen, die Vorrang haben. Außerdem machten dem Betreiber im vergangenen Jahr eine Reihe von Baustellen sowie technische Störungen an den Doppelstockzügen zu schaffen. Die Folge war auch Unpünktlichkeit. Die in Uelzen beheimatete Metronom GmbH fuhr zu 89,1 Prozent pünktlich in die Stationen ein. Damit verbesserte sich die Bilanz im Vergleich zu 2016 zwar um 1,6 Prozent. Das Unternehmen blieb aber unter den vertraglich vereinbarten Zielwerten, berichtet die LNVG.

Am zuverlässigsten aus Sicht der Pendler waren 2017 die Zugverbindungen in Südost-Niedersachsen. Im Dreieck Göttingen-Braunschweig-Salzgitter belegte die DB Regio AG in ihrem Dieselnetz mit einer Pünktlichkeit von 96,5 Prozent erneut den Spitzenrang in Niedersachsen.

Insgesamt machten zwischen Harz und Nordsee insbesondere die Herbststürme und die Baustellen Schwierigkeiten. Reisende und Pendler wurden deshalb oft auf eine Geduldsprobe gestellt.

Rund 1,13 Millionen Zugkilometer beziehungsweise 2,6 Prozent aller Regionalverkehre fielen 2017 in Niedersachsen aus. Das waren rund 288 000 Zug-Kilometer mehr als im Jahr zuvor. Leicht verbessert hat sich die Pünktlichkeit: 92,2 Prozent (plus 0,5 Prozent) aller Nahverkehrszüge erreichten im vergangenen Jahr pünktlich ihr Ziel.

„Die Eisenbahnunternehmen in Niedersachsen arbeiten sehr engagiert an einer höheren Pünktlichkeit und mehr Qualität“ lobt Carmen Schwabl, die neue Sprecherin der LNVG-Geschäftsführung.

Die Ursachen für Verspätungen und Ausfälle liegen laut LNVG jedoch häufig nicht im Verantwortungsbereich der Bahnunternehmen. Das gilt insbesondere bei Wetterkapriolen, die zu Problemen führen und führten.

Weitere Informationen gibt es im Internet. 

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