Pumpaktion: Jetzt ist der Ententeich am Göttinger Uni-Klinikum leer

Göttingen. Nun ist er leer: Am Donnerstag hat die Göttinger Berufsfeuerwehr den großen Ententeich westlich vor Bettenhaus 1 am Universitätsklinikum leer gepumpt.

Das Überlaufbecken, wie es offiziell heißt, muss demnächst dem Neubau des Bettenhauses 1 und des Operationstraktes weichen. Auch durch die Fertigstellung des neuen unterirdischen Entwässerungskanals zwischen Klinikum und Güterverkehrszentrum ist der Teich - ebenso wie das alte Pumpwerk - nicht mehr notwendig.

Zum Einsatz kam bei der Aktion eine leistungsstarke Schmutzwasserpumpe, die hydraulisch betrieben wird.

„Damit schaffen wir bis zu 204.000 Liter pro Stunde“, erklärt Thomas Baake von der Feuerwache des Klinikums. „Das Gerät kann sogar Gegenstände mit einem Durchmesser von bis zu 7,4 Zentimetern einsaugen“, sagt Baake. Erst nach vier Stunden waren die Arbeiten erledigt.

Zurück blieb viel Schlamm am Boden des Teiches und Müll, der sich im Laufe der Jahre hier angesammelt hatte. Darunter befanden sich Autoreifen, Fahrradrahmen sowie Dosen und Flaschen. Die Enten müssen sich nun ein anderes Zuhause suchen.

Entwässerung: Kanal besteht aus drei Abschnitten

Der unterirdische Entwässerungskanal verbindet über eine Strecke von 1210 Metern das Pumpwerk vor dem Bettenhaus 1 am Universitätsklinikum Göttingen mit einem Anschluss des Entwässerungskanals des Güterverkehrszentrums.

Von dort aus wird das Regenwasser in die Lutter geleitet. Der Kanal besteht aus drei Kanalabschnitten mit unterschiedlichen Außendurchmessern (1,65 Meter, 2,20 Meter und 2,50 Meter). Dabei dient der längste Abschnitt zwischen Universitätsklinikum und Grüner Weg mit einer Länge von 650 Metern künftig als Rückstauraum und ersetzt das heutige Rückhaltebecken (Teich) vor dem Bettenhaus 1. Hier kann Wasser zurückgehalten werden, das nicht sofort in die Lutter abgelassen werden darf.

Rubriklistenbild: © Stefan Rampfel

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