QR-Codes im Göttinger Pflaster: Baustellen-Infos mit Steinen

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Informativ: An Baustellen werden die neuen Steine verlegt.

Göttingen. Informationen zu Baustellen unterwegs mit dem Handy abrufen: Was bislang nur in den Vorstellungen von Informatikern existierte, ist in Göttingen jetzt Realität geworden.

In einer ersten Testphase hat die Stadt rund um die Baustelle an der Groner Straße spezielle Steine mit fest eingebauten beleuchteten QR-Codes verlegen lassen. Informationen zum Baugeschehen lassen sich nun mit jedem Smartphone vor Ort abrufen.

Mit QR-Codes  über Baumaßnahmen informieren: Zu finden sind die Steine zu Beginn und Ende der Baustelle an der Groner Straße. 

„Wir halten stets Ausschau nach neuen Methoden, um die Göttinger mit Informationen rund ums Stadtgeschehen versorgen zu können. Jetzt wollen wir testen, wie die Informationen via QR-Stein ankommen und ob das Modell funktioniert“, erklärte Stadtsprecher Detlef Johannson zu den neuen Steinen. Auf einer Website stellt die Stadt ab sofort Informationen mit Texten und Bildern zur Baustelle an der Groner Straße bereit. Abgerufen werden können diese Infos per Scan des QR-Codes mit dem Smartphone oder Tablet. Um zu prüfen, wie das neue Angebot in der Uni-Stadt angenommen werden, sei die Website so präpariert worden, dass jeder Scan gezählt werden könne, führte Johannson weiter aus.

Ist das System erfolgreich, sollen weitere städtische Projekte mit Steinen bestückt werden. Doch nicht nur Hinweise zu Baufortschritt und Projekt will die Stadt ihren Bürgern präsentieren.

Auch andere Einsatzmöglichkeiten sind laut Johannson denkbar: „Die Steine können praktisch überall verlegt und an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden. So könnten sie auch Auskünfte über historische Gebäude, Denkmäler, öffentliche Plätze oder Sehenswürdigkeiten geben.“

Um die Steine in Betrieb zu nehmen, sei lediglich ein Anschluss an die Straßenbeleuchtung notwendig, führte der Stadtsprecher aus: „Damit sie im Dunkeln leuchten.“

Im Anschaffungspreis kosten die Steine pro Stück etwa 400 Euro, die jährlich anfallenden Stromkosten für die eingebaute LED-Beleuchtung beziffert die Stadt mit 2,20 Euro pro Stein. Für die Stadt eine durchaus lohnende Investition. Schließlich seien die Steine hochbelastbar, energiesparend und wartungsfrei. Auch die eingebrachten Codes seien Dank einer speziellen Fertigungstechnik praktisch unzerstörbar, lobte Johannson.

Informationen zum neuen Angebot gibt es im Internet unter www.goettingen.de

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