Quecksilber-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft

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Göttingen. Die Göttinger Staatsanwaltschaft fordert im Prozess um Mordversuche mit Quecksilber und Blei eine Haftstrafe von 13 Jahren – wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Voraussichtlich um 15 Uhr soll heute das Urteil vor dem Göttinger Landgericht fallen. Die Verteidigung fordert eine Haftstrafe von sechs Jahren.

Angeklagt ist ein Immobilienkaufmann. Der 44-Jährige soll versucht haben, seine inzwischen von ihm geschiedene Ehefrau mit den Schwermetallen zu vergiften, um sie zu töten. Dazu soll er Lebensmittel mit Bleiacetat versetzt und Quecksilber im Haus der getrennt lebenden Frau versteckt haben.

Die Gifte wurden unter anderem im Wein, in Nahrungsergänzungsmitteln, im Ventilator des Backofens, im Toaster und mehreren Heizkörpern gefunden.

Die Frau überlebte laut Staatsanwaltschaft nur deshalb, weil sie sich nicht durchgängig in dem Haus, sondern wegen der durch die Gifte verursachten Erkrankungen mehrfach im Krankenhaus aufhielt. (pid/lni)

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