Verkehrsunfallstatistik 2017

Radfahrer leben gefährlich in Göttingen

Göttingen. Die Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Göttingen zeigt: Es gab 2017 weniger Tote und Schwerverletzte in Stadt und Kreis Göttingen. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern stieg aber.

Das ist vor allem für die Uni-Stadt ein Problem, wie die Daten zeigen: Exakt 300 Radfahrer wurden laut der Polizei-Statistik bei Verkehrsunfällen im Bereich der PI Göttingen verletzt, davon allein 247 im Stadtgebiet. Das entspricht mehr als einem Drittel aller verletzten Verkehrsteilnehmer in der Stadt Göttingen.

Laut Polizeidirektorin Nicola Simon und Torsten Maschkau (Sachbereichsleiter Verkehr) fehle es bei einigen Radfahrern auch an der Einsicht: „Manchen fehlt das Bewusstsein, dass ich als Radfahrer auch Verkehrsteilnehmer bin und es bestimmte Promille-Grenzen gibt, die einzuhalten sind.“

Gerade im Alkohol- oder Drogenkonsum von Radfahrern sieht die Polizei eine erhebliche Gefährdung des Straßenverkehrs. Deshalb verteilen die Göttinger Ordnungshüter zu bestimmten Anlässen wie Uni-Parties Flyer und versuchen, schon vorher Präsenz zu zeigen. „Unser Anspruch ist es, den Unfall zu vermeiden“, erklärt Maschkau.

Zwei Radfahrer im Stadtgebiet und einer im Landkreis sind 2017 auf den Straßen ums Leben gekommen. Dabei war auch ein ungewöhnlicher Fall, als ein 61-jähriger Radfahrer komplett ohne Fremdverschulden tödlich verunglückte.

Wie gefährdet die Radfahrer in Göttingen sind, zeigt auch die Tatsache, dass im Stadtgebiet „nur“ ein Autofahrer, aber zwei Radfahrer zu Tode kamen.

Mehr zur Verkehrsunfallstatistik 2017 lesen sie hier.

Rubriklistenbild: © dpa/Archiv

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