Kaum Erfolgsaussichten bei Therapie

Raub: 29-Jähriger soll in Sicherungsverwahrung

Das Landgericht Göttingen verurteilte einen vorbestraften 29-Jährigen wegen Raubes.
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Das Landgericht Göttingen verurteilte einen vorbestraften 29-Jährigen wegen Raubes.

Ein Raubüberfall hat für einen 29-Jährigen schwerwiegende Folgen. Das Landgericht Göttingen verurteilte den bereits einschlägig vorbestraften drogenabhängigen Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten.

  • Ein vorbestrafter und drogenabhängiger 29-Jähriger wurde wegen Raubes zu einer Freiheitsstrafe verurteilt
  • Der Angeklagte erbeutete 180 Euro bei einem Raubüberfall einer Spielothek
  • Der vorsitzende Richter ordnete Sicherungsverwahrung für den Vorbestraften an

Göttingen – Außerdem habe die Kammer für den Angeklagten die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet, teilte ein Gerichtssprecher mit. Der Vorsitzender Richter habe dies damit begründet, dass der Angeklagte in den vergangenen Jahren sechs Raubtaten begangen habe und eine erneute Therapie vermutlich keine Erfolgsaussichten habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten plädiert. Außerdem sollte der Angeklagte in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden, allerdings erst, nachdem er eineinhalb Jahre in Haft verbracht habe. Die Verteidigung hatte keinen konkreten Antrag gestellt.

Angeklagter wegen Raubüberfall verurteilt

Der Raubüberfall hatte sich Ende Dezember 2018 ereignet. Der Anklage zufolge soll der 29-Jährige um kurz vor Mitternacht die Spielothek in der Weender Landstraße betreten und eine Mitarbeiterin in ein Gespräch verwickelt haben. Er sei ihr dann zur Kasse gefolgt, habe sie plötzlich an den Haaren gezogen und sie aufgefordert, die Kasse zu öffnen. Dabei habe er ihr gedroht, dass er ein Messer bei sich habe. Die Mitarbeiterin habe ihm dann 180 Euro aus der Kasse ausgehändigt.

Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt angegeben, dass er anschließend sofort zu einem Dealer gegangen sei und für das Geld Kokain gekauft habe. Dabei schien er noch kurz zuvor auf einem guten Weg gewesen zu sein: Er hatte im Maßregelvollzug eine Therapie gemacht und absolvierte zum Zeitpunkt der Tat ein Probewohnen. „Ich war sauber, abstinent“, sagte er. Dann aber habe er über die Weihnachtstage seine Familie besucht und sich von einem Onkel zum Alkoholtrinken überreden lassen. Dies war der Beginn eines neuen schweren Absturzes in die Drogensucht. (pid)

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