Im Ranking ganz vorn: Der Raum Göttingen hat Zukunft

Steht auch für die „Wissens-Region“ Göttingen: Die Universität und ihre repräsentativen Gebäude, wie hier das Auditorium am Weender Tor, wo auch viele Kunstausstellungen der Uni gezeigt werden. Foto: Kopietz

Überraschendes Ergebnis: Der Großraum Göttingen mit der Universitätsstadt landet in einem Zukunftsfähigkeit-Ranking der niedersächsischen Regionen ganz vorne.

Und zwar noch vor sogenannten Boom-Regionen wie Oldenburg oder Emden. Zu dem Ergebnis kommt das Göttinger Stadt- und Regionalplanungsbüro Gerhard Cassing in der Studie „Regionalprofil Niedersachsen“. Er hat 18 Regionen nach 27 Kriterien geprüft und in einer Regionen-Tabelle aufgelistet.

Die Region Göttingen überschreibt Cassing mit dem Begriff „Wissens-Region“. Sie belegt in der Hitliste der Zukunftsfähigkeit Platz eins. Gleichauf mit 33 Punkten liegt Lüneburg. Bei der Hälfte der 27 Indikatoren werden überdurchschnittliche Werte erreicht, bei sieben ist die Region schwächer als der Durchschnitt.

Große Stärken sind Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Auch der Tourismus und die Landwirtschaft werden als stark bewertet. Durchschnitt ist die Region bei Versorgung und Verkehr. Schwächen sind vor allem Siedlung und Ressourcen.

Ein großes Manko ist laut Tester der für die „Wissens-Region“ nicht unwichtige Bereich „Datenverkehr, wo der Raum Göttingen unterdurchschnittlich im Vergleich abscheidet.

Erstaunlich: Im Bereich Wohnungen schneidet die Region Göttingen gut ab, wo doch in der Stadt in den nächsten zehn Jahren mehrere tausend Wohnungen fehlen werden.

Wichtig für die Zukunftsfähigkeit sei das Gewinnen von „qualifizierten Wissensarbeitern“, Führungskräften und Spitzenforschern“. Sollte das gelingen, dann werde das zu einem entscheidenden Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen, heißt es. Die Perspektiven laut Ranking jedenfalls sind gut.

Für das Verfahren hat Cassing auch auf ältere Untersuchungen zurückgegriffen, sie teilweise ergänzt und bewertet.

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