Ohne Auseinandersetzungen

Kundgebung in Göttingen mit drei Freundeskreislern und 100 Gegendemonstranten beendet

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Kundgebung des rechten Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen. 

Göttingen. In Göttingen fand bis etwa 10.45 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude eine Kundgebung des rechten Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen statt.  

Drei Freundeskreisler und ein Lautsprecherwagen standen mit einem Lautsprecherwagen in einem abgesperrten Areal. Es gab bis zum Mittag keine gewalttätigen Auseinandersetzungen. Etwa 100 Gegendemonstranten waren vor Ort. Die Polizei sicherte mit mehreren hundert Beamten das Gelände. Es kam zu Verkehrsbehinderungen im Bereich Bahnhof und Berliner Straße. Der Parkplatz vor dem Bahnhof war am Vormittag gesperrt. 

Aktualisiert um 11.15 Uhr

Die Kundgebung hatte der rechte Freundeskreis angemeldet. Drei Mitglieder standen mit einem Lautsprecherwagen auf der rechten Seite in einem abgesperrten Areal vor dem Bahnhofsgebäude. Wortführer war Jens Wilke, der für die NPD 2016 auch als Landratskandidat angetreten war. Die in dieser Woche angemeldete Mahnwache und von der Ordnungsbehörde genehmigte Kundgebung stand unter dem Titel "Gemeinsam für Deutschland". Gegendemonstranten - auch aus der linken Szene in Göttingen - störten die Reden von Wilke durch Sprechchöre wie "Nazis, haut ab! Wilke halt´s Maul!". Trillerpfeifen und andere Lärminstrumente aus den Reihen der Spontandemonstrierer sorgten für weiteren Lärm. 

Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften vor Ort, wie Sprecherin Jasmin Kaatz sagte. Die Beamten sicherten für Passanten auch den Zugang zum Bahnhofsgebäude und hielt - auch durch Absperrgitter - Rechte und Gegendemonstranten auseinander. Die Polizeieinsatzkräfte kamen aus Göttingen, Hannover und Lüneburg. Einsatzfahrzeuge und Besatzungen waren zur Beobachtung auch über das Stadtgebiet verteilt.

Die Veranstaltung löste sich gegen 10.45 Uhr auf, Gegendemonstranten räumten den Platz, den die drei Freundeskreisler bereits - unter dem Schutz der Polizei - verlassen hatten.

Für den 1. April erwartet die Göttinger Polizei weitaus mehr Teilnehmer, dann hat der Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen erneut eine Kundgebung angemeldet - auch die Gegner werden dann wohl weitaus mehr Menschen mobilisieren, die gegen die Rechtsradikalen demonstrieren wollen. 

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