Regenbogenfamilien

Queere Gruppen aus Göttingen informieren bei Aktionstagen über Probleme

Aktion vor der Alten Rathaus in Göttingen: (von links) Stephanie Leitz, Simone Kamin, Sophia Wedman, Jeen Burdorf und Jessica Stazzone Manazza machten auf die Schwierigkeiten von queeren Personen sowie Regenbogenfamilien aufmerksam.
+
Aktion vor der Alten Rathaus: (von links) Stephanie Leitz, Simone Kamin, Sophia Wedman, Jeen Burdorf und Jessica Stazzone Manazza machten auf die Schwierigkeiten von queeren Personen sowie Regenbogenfamilien aufmerksam.

Auf besondere Probleme von queeren Personen wurde in Göttingen beim internationalen Tag gegen Homo, Bi-, Inter und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) aufmerksam gemacht.

Göttingen - Vor besondere Schwierigkeiten sind beispielsweise lesbische Paare gestellt, die ein Kind bekommen. Eine Partnerin ist im Gegensatz zu heterosexuellen Paaren nicht automatisch als Mutter anerkannt. Besucher konnten bei dem Aktionstag auf dem Marktplatz erfahren, wie schwierig dieses Verfahren ist.

Mit dieser Thematik setzen sich inzwischen auch Gerichte auseinander. „Es gibt einen Eltern-Kind-Dschungel, durch den man kaum durchfindet“, brachte eine Vertreterin die Problematik für die Regenbogenfamilien auf den Punkt. Gefordert wird eine Angleichung an die Regelungen für heterosexuelle Paare. Auch in Göttingen gab es fünf lesbische Paare, die im vergangenen Jahr Beratung benötigten.

Als wichtigen Erfolg werten beim Thema Geschlechtergerechtigkeit die Gruppen aus Göttingen, dass es inzwischen in Deutschland neben „weiblich“ und „männlich“ die Möglichkeit eines alternativen Geschlechtseintrags gibt, die sogenannte „dritte Option“, die teilweise mit dem Begriff „divers“ benannt wird.

Die Aktionen gehen in den nächsten Tagen weiter. Dazu werden zahlreiche Veranstaltungen im Internet angeboten. Weitere Infos kann man unter der Adresse queeres-zentrum-goettingen.de abrufen.

Vor dem Neuen Rathaus wurde zudem die Regenbogenflagge gehisst. Die Polizeidirektion Göttingen beteiligte sich ebenfalls und hisste auch eine Regenbogenflagge. „Wir setzen an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“, sagte Karin Gedaschko, Abteilungsleiterin bei der Polizeidirektion Göttingen.

Beitrag der Polizei in Göttingen: Sie hisste in dieser Woche eine Regenbogenflagge und setzte damit vor der Dienststelle an der Groner Landstraße ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Folgende Gruppen sind an den Göttinger Aktionstagen weiterhin beteiligt: Aqut (Aktion queer und trans an der Uni Göttingen) Bi+ Göttingen, DGB-Jugend, Equity (Empowerment-Projekt für queere Jugendliche und junge Erwachsene bis 27), Göttinger Aids-Hilfe mit dem ehrenamtlichen Präventionsteam, Jusos Göttingen, Linksjugend Solid, Queeres Zentrum Göttingen / Verein Queeres Göttingen sowie Schlau Göttingen. (Bernd Schlegel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.