Abbrecherquote bei Azubis ist zu hoch

Regionales Bündnis für Fachkräfte startet

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Bei ihnen laufen die Fäden für das Fachkräftebündnis zusammen: Claudia Jensch und Klaus Hoffmann.

Göttingen. Mit dem Regionalen Fachkräftebündnis Südniedersachsen wollen Unternehmen, öffentliche Arbeitgeber, Verbände und andere Akteure bis hin zur Arbeitsagentur und Gewerkschaften auf den Fachkräftemangel in Südniedersachsen reagieren.

Ansprechpartner dafür ist die in Göttingen ansässige Südniedersachsen-Stiftung. Das Problem des Fachkräftemangels ist inzwischen akut geworden. „Ein Indikator dafür ist, dass für die Besetzung einer Stelle inzwischen drei bis vier Monate benötigt und dass längst nicht mehr alle Ausbildungsstellen besetzt werden“, sagt der ehrenamtlich Vorsitzende der Südniedersachsen-Stiftung, Klaus Hoffmann. Dabei gehe es nicht um das mittlere und gehobene Management, sondern um Fachkräfte im Handwerk und anderen Ausbildungsberufen. Zielgruppe sind vor allem Klein- und mittelständische Unternehmen auf dem Land.

Projekte und Förderanträge

Das Regionale Fachkräftebündnis ist erst Ende August durch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies offiziell als eines von acht Bündnissen in Niedersachsen anerkannt worden. Sie sollen Fachkräfteprojekte entwickeln und initiieren sowie konkrete Förderanträge begutachten. In der laufenden EU-Förderperiode sollen dafür rund 26 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Davon sollen Gelder beispielsweise in Projekte fließen, mit denen Ausbildungsberufe bekannter gemacht werden sollen. Der Außenauftritt von Unternehmen soll verbessert werden mit dem Ziel, sie als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. „Wir wollen zeigen, was wir für tolle Betriebe in der Region haben“, sagt Klaus Hoffmann.

Wichtig sei es, für vernünftige Ausbildungsbedingungen zu sorgen und die Auszubildenden bei der Stange zu halten. Die Abbrecherquote sei zu hoch.

Über allem steht das Ziel, die Fachkräfte in den Landkreisen Northeim, Osterode, Göttingen und in der Stadt Göttingen zu halten und das Potenzial zu aktivieren, nicht nur bei Schulabgängern sondern unter anderem auch bei Langzeitarbeitslosen, Frauen und Alleinerziehenden, Studienabbrechern und Menschen mit Behinderungen. Ein besonderes Augenmerk gelte zudem Migranten und Flüchtlingen. (zhp)

Kontakt: Südniedersachsen-Stiftung, Claudia Jensch, Tel. 0 55 27 - 848 34 84, E-Mail: Claudia.Jensch@SuedniedersachsenStiftung.de

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