Regionales Übergangsmanagement: Von der Schule in die Ausbildung

Impulsreferat: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt sprach bei der Vollversammlung des Regionalen Übergangsmanagements Göttingen Foto: Schröter 

Göttingen. Die Initiative „Regionales Übergangsmanagement Göttingen“ will jungen Menschen in der Region beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

Am Montag trafen sich etwa 60 beteiligte Akteure zur dritten Vollversammlung, um über Aktivitäten zu sprechen und neue Strategien zu entwickeln.

„Die Duale Berufsausbildung mit der betrieblichen Lehre auf der einen Seite und der Berufsschule auf der anderen steht vor großen Herausforderungen“, sagte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), die ein Impulsreferat zu diesem Thema hielt.

„Während die Zahl der Ausbildungsplätze seit Jahren steigt, sinkt gleichzeitig die Zahl der Bewerber.“ Gründe hierfür seien nicht nur der demographische Wandel. „Auch die Fokussierung der Jugendlichen auf immer weniger Ausbildungsberufe und der Trend zu höheren Schulabschlüssen tragen dazu bei.“ Um dem entgegenzusteuern, habe die Landesregierung ein „Bündnis Duale Berufsausbildung“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel, das Duale System zu stärken, sagte Heiligenstadt.

Dafür sei es wichtig, Schüler rechtzeitig über die interessanten Aspekte der dualen Berufsausbildung zu informieren und sie dafür zu gewinnen. Handlungsfelder des Bündnisses seien auch „eine verstärkte Berufsorientierung und eine koordinierte Beratungsstruktur mit Jugend-Berufsagenturen, die dabei helfen sollen, den Übergang von der Schule in den Beruf zu optimieren“.

In seinem Bericht aus der Steuerungsgruppe des Regionalen Übergangsmanagements hatte Marcel Riethig, Bildungsdezernent des Landkreises Göttingen, gleich auf mehrere erfolgreich angelaufene Projekte verweisen können – darunter die „Garantie für Ausbildung Südniedersachsen (GAuS) der Kreishandwerkerschaft und das Programm Berufseinstiegsbegleitung der Industrie- und Handelkammer Südniedersachsen (HNA berichtete). „Wir wollen, dass kein Jugendlicher ohne Abschluss bleibt“, so Riethig, „ein sehr ambitioniertes, aber erreichbares Ziel“.

Übergangsmanagement

Um Ausbildungslosigkeit zu verhindern und den Fachkräftenachwuchs zu entwickeln, arbeiten Kommunen, Agentur für Arbeit, Landeschulbehörde und Arbeitgeberverband Mitte seit 2012 im „Regionalen Übergangsmanagement mit virtueller Jugendberufsagentur“ zusammen. Es geht um die Weiterentwicklung der Berufsorientierung, ein direkter Übergang von der Schule in duale Ausbildung, Verbesserung der Übergangs in die Hochschule sowie Förderung der Potenziale von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte. 2015 ist der Landkreis Northeim dem Bündnis beigetreten. (per)

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