Dichtes Gedränge auf den Straßen

3152 Radsportler: Der nächste Rekord bei der Tour d'Energie

+

Göttingen. "Wenn es regnet, dann verzichte ich auf einen Start bei der Tour d’Energie!" Derartige Aussagen gab es in den vergangenen Jahren immer wieder.

Am Sonntag machten jedoch viele Radamateure eine Ausnahme. Denn von den 3604 angemeldeten Sportlern sorgten bei der elften Auflage des Jedermannrennens 3152 Starter für einen Rekord. Bei zwei Rundrennen, die nach Polizeiangaben bis zu 9000 Besucher in Göttingen und bis zu 3000 weitere Fans entlang der Strecke hautnah erlebten.

Aktualisiert um 19.15 Uhr

Dabei hatten die Sportler Sonntagvormittag allen Grund zur Vorsicht. Denn die Wetterprognose versprach ein nasses Rennen mit 90-prozentiger Regenwahrscheinlichkeit. Vor dem Start gab es einen kleinen Regenschauer, von weiteren wurden zumindest die Teilnehmer des 45-Kilometer-Rundkurses anschließend verschont.

Dafür öffnete Petrus seine Schleusen ausgerechnet zum Finale des 100 Kilometer-Rennens. Als die Spitzengruppe auf Göttingen zusteuerte, gab es eine Schauer, der die langsameren Fahrer rund um den Hohen Hagen erwischte. „Vier Fahrer stürzten und wurden von den Rettungskräften in das Krankenhaus gefahren. Ein Schlüsselbeinbruch war dabei. Wir sind alle sehr froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte Jörn Lührs von der veranstaltenden Göttinger Sport und Freizeit GmbH. Florian Vrecko zeigte sich unbeeindruckt von den äußeren Bedingungen. Er hatte sich im Rennen der 100-Kilometer-Schleife abgesetzt und gewann das Rennen in einer Zeit von 2:33,45 Stunden. Den Sprint der nachfolgenden Fünfergruppe gewann Stefan Räth mit einem Rückstand von 17 Sekunden. Vorjahressieger Daniel Knyss kam mit einer nachfolgenden großen Gruppe ins Ziel und belegte den zwölften Rang.

Rekordbeteiligung bei der Tour d’Energie in Göttingen

Bei den Frauen freute sich über die lange Distanz Katharina Venjakob in 2:41,07 Stunden über den Sieg und einen Vorsprung im Ziel auf die Zweitplatzierte Christina Rausch von mehr als sieben Minuten. Bei den Männern sicherte sich im Rennen über 45 Kilometer Andreas Lumme in 1:06,58 Stunden den Sieg. Bei den Frauen gewann Bettina Gerke in 1:13,28 Stunden.1882 Sportler starteten über 100 Kilometer, 1270 Radsportler waren über die kleine Schleife dabei. Und gemeinsam sorgten sie dafür, dass die Rekordzahl aus dem vergangenen Jahr mit 3086 Startern noch einmal übertroffen wurde. „Das ist schon beachtlich, denn viel schlimmer hätte es uns heute wettertechnisch nicht treffen können. Umso schöner, dass es dennoch wieder einen Rekord gegeben hat“, meinte Lührs.Erstmals dabei war Alexander Frey. Der Geschäftsführer der GoeSF startete über 45 Kilometer. In diesem Rennen feierte auch Ex-Radprofi Marcel Wüst seine Premiere. „Das hat viel Spaß gemacht. Die Tour d’Energie ist eine tolle Veranstaltung“, meinte der ehemalige Sprinter, der in seiner Karriere 14 Etappensiege bei großen Rundfahrten, darunter auch der Tour de France, gewann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.