Einwöchiges Praktikum

Rettungsdienst-Azubis aus dem Landkreis Göttingen hospitieren bei der Polizei

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Eine Woche Praktikum bei der Polizei: Auszubildende von den Rettungswachen im Landkreis Göttingen informieren sich über die Arbeit der Beamten. Sie wurden von Polizeidirektor Rainer Nolte (rechts), Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Göttingen, begrüßt.

Göttingen – Bei Einsätzen sind sie oft gemeinsam vor Ort – Mitarbeiter der Rettungsdienste und Polizeibeamte. Deshalb sind in dieser Woche Auszubildende verschiedener Rettungswachen aus dem Landkreis Göttingen bei der Polizei zu Gast.

Damit soll das gegenseitige Verständnis für die Arbeit verbessert werden. Die sieben jungen Frauen und fünf Männer kommen vom Deutschen Roten Kreuz, der Berufsfeuerwehr Göttingen, der Johanniter-Unfall-Hilfe und vom Arbeiter-Samariter-Bund. Ihre Praktikumstage verbringen sie bei den Polizeikommissariaten in Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt und Bad Lauterberg sowie bei der Göttinger Autobahnpolizei. Dort sind sie zusammen mit ihren uniformierten Kollegen im „Rund-um-die-Uhr-Dienst“ mit auf Streife.

Von dem partnerschaftlichen Projekt auf Augenhöhe, das es in dieser Form bereits im vierten Jahr bei der Polizeiinspektion Göttingen gibt, profitieren beide Seiten. Es besteht Einigkeit darüber, dass es bei der täglichen Zusammenarbeit von Polizei und Rettungsdienst mehr als wichtig ist, die Arbeit des anderen möglichst gut zu kennen und voneinander zu wissen, wie „man tickt“.

Gerade in der Anfangsphase eines Einsatzes können leicht Fehler passieren. Diese können sich möglicherweise nachteilig auf die weitere Bearbeitung eines Sachverhaltes oder auf polizeiliche Ermittlungen auswirken, wären aber bei guter Vorbereitung vermeidbar gewesen. Beispielsweise kann dies der Fall sein, wenn noch nicht so erfahrene Rettungskräfte noch vor der Polizei am Tatort eines Gewaltverbrechens eintreffen und in Unkenntnis der polizeilichen Erfordernisse unbeabsichtigt Veränderungen vornehmen.

Auch die Polizisten sollen umgekehrt etwas von den angehenden Rettungssanitätern lernen. Dabei geht es um das richtige Verhalten der Beamten, wenn die Polizisten vor den Rettungskräften an einem Unfallort eintreffen.

Polizeidirektor Rainer Nolte, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Göttingen, begrüßte die Auszubildenden. In einem theoretischen Teil erläuterte Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke die gesetzlichen Regelungen der „Sonder- und Wegerechte“ für Einsatzfahrzeuge. Ein Experte des Erkennungsdienstes informierte zum „richtigen Verhalten an einem polizeilichen Tatort“.

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