App kann im Notfall helfen

Rettungsdrama in der Nordsee: Segler aus Göttingen vermisst – Polizei mit trauriger Nachricht

Der Seenotrettungskreuzer Eugen von der Station Norderney war unter anderem an der Aktion zwischen Baltrum und Langeoog beteiligt.
+
Der Seenotrettungskreuzer Eugen von der Station Norderney war unter anderem an der Rettungsaktion zwischen Baltrum und Langeoog beteiligt. (Symbolbild)

Der seit einem Rettungsdrama in der Nordsee zwischen Langeoog und Baltrum in der vergangenen Woche vermisste Segler, ist ein 22-Jähriger aus dem Raum Göttingen.

Göttingen/Langeoog – Für den Segler aus Göttingen gibt es keine Hoffnung mehr. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher der Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg auf Anfrage dieser Zeitung. Zwei weitere junge Segler, eine 22-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann, konnten gerettet werden. Die Studenten kommen ebenfalls aus dem Raum Göttingen. Das Trio war am Donnerstag, 26. August, an Bord einer Segelyacht zwischen den Inseln Langeoog und Baltrum unterwegs. Das Boot kenterte in den hohen Wellen und sank.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte nach dem Unglück eine groß angelegte Suche mit Seenotrettungskreuzern, Seenotrettungsbooten, Hubschraubern und zahlreichen weiteren Schiffen koordiniert. Gegen 18.45 Uhr war bei der Landrettungsleitstelle Ostfriesland ein schwer verständlicher Notruf von See eingegangen. Einer der jungen Segler hatte zudem mit seinem Mobiltelefon seine Familie informiert, die die Rettungskräfte alarmierte.

Handyortung bringt Retter auf die Spur der verunglückten Segler

Eine Handyortung deutete auf eine Position bei den Inseln Baltrum und Langeoog hin. Ein Such- und Rettungshubschrauber der Marine fand die junge Seglerin kurz nach 21.30 Uhr und etwa eine halbe Stunde später einen weiteren Segler. Beide wurden gerettet und in ein Krankenhaus geflogen. Den leblos im Wasser treibenden Körper des dritten Seglers versuchten die Helfer vergeblich zu bergen, dann versank er. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an. Am Wochenende waren Wrackteile des Segelboots auf Baltrum gesichert worden.

Für Notfälle auf dem Wasser empfiehlt die Wasserschutzpolizei unterdessen die kostenlose Handy-App „SafeTrx der Seenotretter“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Damit kann per Berührung auf dem Handy-Bildschirm ein Notruf ausgelöst werden, der im gleichen Moment Position, Namen der Crewmitglieder und des Schiffes an die Seenotretter meldet. Der Einsatz der App kann laut Wasserschutzpolizei im Ernstfall Leben retten, da die wesentlichen Daten sofort an die Seenotleitung in Bremen übermittelt werden. Damit werde wertvolle Zeit eingespart. (Bernd Schlegel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.