Unendliche Geschichte

Revision: Kükensortierer-Prozess geht in nächste Runde

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Männlich oder weiblich? Das zu erkennen, ist die Aufgabe der Kükensortierer.

Ein seit mehr als einem Dutzend Jahren anhängiges Mammutverfahren um eine in Uslar ansässige Vermittlungsfirma für asiatische Kükensortierer entwickelt sich immer mehr zu einer unendlichen Geschichte.

Auch nach dem zweiten Prozess vor dem Landgericht Göttingen gibt es kein rechtskräftiges Urteil. Beide Angeklagte hätten gegen das im April verkündete Urteil Revision eingelegt, teilte das Gericht mit. Damit muss sich der Bundesgerichtshof zum zweiten Mal mit dem so genannten „Chicken-Sexing“-Fall beschäftigen.

Weil der BGH das erste Urteil vom November 2014 aufgehoben hatte, musste eine andere Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts in einer Neuauflage über den Fall verhandeln. Während sich der erste Prozess rund zweieinhalb Jahre hingezogen hatte, war der zweite Prozess nach rund zwei Monaten zu Ende. Die Kammer verurteilte den 58-jährigen Geschäftsführer der Vermittlungsfirma wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 59 Fällen sowie wegen Beihilfe in vier Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Der mitangeklagte 62-jährige Bruder erhielt nach Angaben einer Justizsprecherin wegen Beihilfe in fünf Fällen eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Strafmaß entsprach der Strafhöhe aus dem ersten Urteil des Landgerichts.

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