Angebliche Rabatte

Revision verworfen: Autohändler muss für 54 Monate in Haft

Göttingen/Adelebsen. Ein 41-jähriger Autohändler aus Adelebsen muss wegen Betruges mit angeblichen Autorabatten für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof hat jetzt die Revision des Autohändlers gegen ein Urteil des Landgerichts Göttingen verworfen.

Im Fall eines mitangeklagten 56-jährigen Autohändlers aus dem Vogtland, der ebenfalls Revision eingelegt hatte, bestätigte der BGH lediglich den Schuldspruch des Göttinger Landgerichts, nicht aber die verhängte Strafe. Jetzt muss eine andere Strafkammer des Landgerichts über das Strafmaß befinden und dabei insbesondere prüfen, ob eine frühere Strafe des Amtsgerichts Plauen in eine neue Gesamtstrafe einzubeziehen ist. Die weitergehende Revision des Angeklagten wurde dagegen verworfen. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen hatte den ursprünglich aus dem thüringischen Eichsfeld stammenden Angeklagten aus Adelebsen im Januar wegen Betruges in 85 Fällen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der mitangeklagte 56-Jährige erhielt wegen Betruges in 23 Fällen eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Autohändlern in ihrer Anklage vorgeworfen, zahlreiche Kunden um insgesamt 2,5 Millionen Euro geschädigt zu haben.

Der 41-Jährige hatte in den Jahren 2012 und 2013 Kaufverträge über neue, meist hochwertige Kraftfahrzeuge angeboten. Den Kunden wurden darin Rabatte von bis zu 30 Prozent auf den jeweiligen Listenpreis unter der Bedingung eingeräumt, dass sie mit dem vollen Kaufpreis oder mindestens einer erheblichen Anzahlung in Vorleistung treten. Das Geld sollten sie auf eines der Konten des 41-Jährigen oder auf ein Treuhandkonto zahlen, das ein mitangeklagter 59-jähriger Steuerberater aus Thüringen eingerichtet hatte.

Rubriklistenbild: © Archiv/Thomas Kopietz

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