Angeklagter zieht zurück

Revision zurückgezogen: Urteil wegen Totschlags ist jetzt rechtskräftig

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Tötungsdelikt in der Göttinger Innenstadt: Die Straße Untere Karspüle, wo ein 28-jähriger Mann gefungen wurde. Blick vom Einkaufszentrum Carre`an der Weender Straße in Richtung Untere Karspüle.

Der gewaltsame Tod eines 28-Jährigen in der Göttinger Innenstadt wird nun doch kein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH).

Der 20 Jahre alte Angeklagte hat seine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen zurückgenommen. Damit sei das Urteil rechtskräftig, teilte am Mittwoch Gerichtssprecher Marc Eggert mit.

Die große Jugendkammer hatte den 20-Jährigen Mitte Juli wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Die Richter befanden den Angeklagten für schuldig, Anfang Dezember in der Unteren Karspüle nachts mehrfach auf den 28-jährigen Göttinger eingestochen und diesen tödlich verletzt zu haben. Der 20-Jährige, der keinen Schul- und Berufsabschluss hat und mehrfach wegen Drogen- und Gewaltdelikten vorbestraft ist, hatte das Opfer erst kurz vorher kennengelernt. Aufgrund der Drogenproblematik ordnete die Jugendkammer außerdem seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Die Verteidigung hatte gegen das Urteil Revision eingelegt, die sie jetzt zurückgenommen hat. Anderenfalls hätte der BGH prüfen müssen, ob das Gericht womöglich irgendwelche Rechtsfehler begangen hat. Noch nicht geklärt ist die Frage, welche Kosten und Auflagen der Angeklagte zu tragen hat. Diese Entscheidung sei gesondert angefochten worden, teilte der Gerichtssprecher mit. 

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