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Rewe-Junior-Cup in Göttingen: Bundespolitiker begeistern sich für Turnier und Sport

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Von: Thomas Kopietz

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Rundgang: Ministerpräsident Stephan Weil beim Rewe-Junior-Cup 2023 in Göttingen.
Rundgang: Ministerpräsident Stephan Weil ging durch die Halle. Von links Schirmherr Marcel Riethig, Andreas Philippi, Stephan Weil, Lutz Renneberg (Fest GmbH), Schirmherr Konstantin Kuhle und Jochen Vogel, vom Hauptsponsor Rewe. © Thomas Kopietz

Tore, Job-Corner und ein Moderatorentalent: Beim Rewe-Junior-Cup 2023 ist auch Politprominenz zu Gast, darunter Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Göttingen – Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist Fußballfan – natürlich der „Roten“, wie die 96er in Hannover genannt werden. Als er am Sonntag als Ehrengast zum Rewe-Junior-Cup für U-19-Mannschaften in der Göttinger Lokhalle eintraf, lagen seine Hannoveraner im Viertelfinale 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach vorne.

Als er nach einem von Veranstalter Lutz Renneberg geführten Rundgang durch die Lokhalle samt Logistik in seiner Loge Platz nahm, stand es ruckzuck 2:2. „Ich hatte das Gefühl, ich komme in die Halle, 96 liegt 2:0 vorne und kaum, dass ich dabei bin, fällt der Anschlusstreffer“, schmunzelte Weil, der dann aber kräftig über den 3:2-Siegtreffer jubelte.

Rewe-Junior-Cup in Göttingen: Bundespolitiker und Ministerpräsident Weil unter den Besuchern

Übrigens 96: Dort spielten auch berühmte Söhne mit: Louis Podolski, Sohn des Weltmeisters Lukas, und Matthew Collins, Filius von Musikstar Phil Collins.

Blick aus dem Regieraum auf das Spielfeld: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der Göttinger Lokhalle.
Blick aus dem Regieraum auf das Spielfeld: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) besuchte mehrere Stunden lang den Finaltag beim Rewe-Junior-Cup 2023 in der ausverkauften Göttinger Lokhalle. © Thomas Kopietz

Das Duell David gegen Goliath macht den Zauber des Turnieres aus.

Konstantin Kuhle, FDP

In der Lokhalle gab sich am Sonntag die Politik-Prominenz die Ehre. Die Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU), Dr. Andreas Philippi (SPD) und Konstantin Kuhle (FDP), der mit Landrat Marcel Riethig als Schirmherr fungierte. Mehr noch: Kuhle moderierte den Sponsorenabend im Freizeit In und machte das „hervorragend“, wie Hotelchef, CDU-Mann und Turnier-Sponsor Olaf Feuerstein bewertete.

Der gebürtige Dasseler Kuhle nahm sich viel Zeit für das Turnier, war an mehreren Tagen in der Lokhalle, saß sogar auf dem Kommentator-Platz neben dem Einbecker Dennie Klose – und machte auch dort verbal eine gute Figur.

Bahnt sich da eine zweite Karriere neben der als Politiker in Berlin an? „Das wäre ja was!“, sagte Kuhle, um zu ergänzen: „Nein, obwohl es mir sehr viel Spaß gemacht hat, Spiele zu kommentieren.“ Neben Dennie Klose, den er lange kennt, habe er sich auch sicher gefühlt.

Beim Rewe-Junior-Cup 2023 moderiert auch Bundestagsabgeordneter Konstantin Kule (FDP)

Zudem hat Konstantin Kuhle im E-Jugend-Alter auch gekickt, bei der JSG Markoldendorf/Elfers. „Das Team hat hier in der Vorrunde drei Punkte geholt. Toll!“, freute sich der Bundestagsabgeordnete mit seinem Verein. Das Spielen gegen die großen Nachwuchsmannschaften und einige, der künftigen Profis ist ein Riesenerlebnis.

„Das Turnier in der Lokhalle schafft Erinnerungen für Menschen, die ein Leben lang bleiben. Das ist doch wunderbar“, sagt Kuhle, der, als bekannt wurde, dass er Schirmherr ist, von Menschen angesprochen wurde, die vor 20 Jahren in der Lokhalle gespielt haben. „Sie wussten noch jede Einzelheit.“

Generell trage das Turnier auch zur Stärkung des Ehrenamtes bei. Die Arbeit der Vereine und die ehrenamtliche Arbeit erfahre hier mehr Wertschätzung. „Das ist ein herausragendes Beispiel“, sagte Weil, der aber auch beim Rundgang mit Renneberg von der Fest GmbH erfuhr, dass der Rewe-Junior-Cup, eine lukrative Veranstaltung ist, kräftig Einnahmen generiert werden, auch dank der ehrenamtlichen Helfer.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD): Turnier trägt zur Wertschätzung der ehrenamtlicher Arbeit bei

Interessiert verfolgte Weil auch, dass im Rahmenprogramm des Cups in der Halle Unternehmen und Einrichtungen wie die AOK und die Bundeswehr auf Nachwuchssuche sind. Daraus machten der Vertreter des Hauptsponsors Rewe, Jochen Vogel sowie Lutz Renneberg keinen Hehl.

„Wir haben einen Mitarbeitermangel und wir nutzen die Möglichkeit hier, viele junge Menschen erreichen zu können. So gibt es auch die Job-Corner in Kooperation mit der Sparkasse Göttingen. Eine offene Plattform, mit der Stellenangebote adressiert werden.

Ein Hauptsponsor, TSN Beton, wirbt zudem während des Turniers in einem Spot bei der Live-Übertragung für das Unternehmen und um künftige Mitarbeiter, wie Geschäftsführer Carsten Schlote sagt.

Der Ministerpräsident nahm also einiges mit aus der Lokhalle, wenn auch nicht den Titel für die 96er, die im Halbfinale gegen Austria Wien ausschieden und das „kleine Finale“ gegen AZ Alkmaar verloren.

Bundestagsabgeordneter Kuhle (FDP): Sport ist während der Pandemie ein wenig „hinten runter“ gefallen

Stephan Weil, Landrat Riethig, Kuhle und Philippi waren sich aber einig: „Ein tolles Turnier!“ Es animiere auch, Sport zu treiben. „In der Corona-Krise haben wir den Sport ein wenig hintenrunter fallen lassen. Sport ist wichtig, auch für die Gesundheit. Und die Politik muss ihn mehr unterstützen“, sagt Kuhle.

Eine Forderung, die auch Fritz Güntzler (CDU) als Sportausschussmitglied im Bundestag und Vize-Kapitän des FC Bundestag stets erhebt. Güntzler übrigens läuft und kickt regelmäßig. Kuhle spielt Squash und Badminton, macht Cross-Training. Beide aber sagen auch: Es müsste häufiger sein.

Einig waren sich alle über das beeindruckende sportliche Niveau. Philippi und Weil brachten es auf den Punkt: „Man sieht die tolle Ausbildung über viele Jahre, das hohe taktische Verständnis, die Athletik, Technik und Schnelligkeit.“

Und, „dass die vermeintlich Kleinen, wie Göttingen 05, mehr als nur mithalten können“, so Weil. Fußballfan Kuhle ergänzte: „Dieses Duell David gegen Goliath macht den besonderen Zauber des Turniers aus.“ So ist es. (Thomas Kopietz)

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