Richter Günther geht als Vorsitzender von Göttingen nach Celle

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Geht nach Celle: Der Vorsitzende Richter am Landgericht Göttingen, Ralf Günther, wechselt ans Oberlandesgericht. 

Göttingen/Celle. Karrieresprung: Ralf Günther, bis vor kurzem Vorsitzender Richter am Landgericht Göttingen, ist jetzt Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Celle (OLG).

OLG-Präsident Peter Götz von Olenhusen überreichte dem 57-jährigen Juristen die Ernennungsurkunde.
Günther solle nach den Planungen des OLG-Präsidiums auch den Vorsitz des 3. Strafsenats und des 3. Senats für Bußgeldsachen übernehmen, teilte eine Justizsprecherin mit.

Außerdem ist er Vorsitzender des neu eingerichteten zweiten Staatsschutzsenats. Dieser befasst sich mit Verfahren, in denen die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen führt. Hierbei geht es um Terrorismus und Straftaten, die sich gegen die Sicherheit der Bundesrepublik richten.

Der 57-Jährige begann seine Justiz-Laufbahn 1992 bei der Staatsanwaltschaft in Berlin. Später war er dort auch für Verfahren der „Regierungs- und Vereinigungskriminalität“ zuständig. 1996 wechselte Ralf Günther zur Staatsanwaltschaft Hannover, im September 2000 dann zur Staatsanwaltschaft Göttingen. Zwischendrin war er an die Generalstaatsanwaltschaft Celle abgeordnet, wo er unter anderem in der Zentralstelle Organisierte Kriminalität arbeitete.

2006 übernahm er bei der Staatsanwaltschaft Hannover die Leitung der Zentralstelle für Betäubungsmittelkriminalität. 2008 wurde Günther zum Vorsitzenden Richter am Landgericht Hannover ernannt. Im September 2010 wechselte er an das Landgericht Göttingen, wo er großen und kleinen Strafkammern sowie der Schwurgerichtskammer vorsaß. Er war Vorsitzender Richter in dem Mammutverfahren gegen einen früheren Chirurgen des Göttinger Uni-Klinikums im Transplantationsskandal.

Neben seiner Richtertätigkeit kommentiert Günther verschiedene Vorschriften im Münchner Kommentar zur Strafprozessordnung und engagiert sich in der Richterfortbildung. 

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