Nach Unfallbilanz

Feuerwehr Göttingen erklärt: Verkehrsunfall – was nun? 

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Rot und reflektierend: Das Aufstellen des Warndreiecks ist nach einem Verkehrsunfall äußerst wichtig. 

Göttingen. Kürzlich veröffentliche die Polizeiinspektion Göttingen die Unfallzahlen für Stadt und Landkreis. Doch was ist zu tun, wenn man einen Verkehrsunfall sieht? 

Wie kann Erste Hilfe geleistet werden? Und welche Strafe erwartet Gaffer?

Verhalten am Unfallort

Sieht ein Autofahrer einen Verkehrsunfall, sollte er sofort die Warnblinklichtanlage einschalten und dann, sofern nicht bereits andere Ersthelfer gehalten haben, in sicherem Abstand zur Unfallstelle auf dem Standstreifen halten. Danach die Warnweste anziehen und vorsichtig aussteigen. Der Autofahrer sollte sich dann möglichst hinter der Leitplanke begeben. „Das ist zwar keine Pflicht, aber es ist eindeutig sicherer“, sagt Frank Gloth von der Feuerwehr Göttingen.

Auf die Frage, wie weit das Warndreieck vom Unfall positioniert sein muss, gibt es eine klare Antwort: 150 Meter auf der Autobahn und 100 auf Landstraßen.

Notruf und Erste Hilfe

Erst nach dem Absichern des Unfallortes sollte der Notruf gewählt werden. „Wenn der Unfall noch nicht gesichert ist, besteht die Gefahr, dass ihn andere Autofahrer übersehen. So kann es zu weiteren Unfällen kommen“, erklärt Gloth. Unter der Nummer 112 muss der abgesezte Notruf folgende Informationen beinhalten: Wo hat sich der Unfall ereignet (auf welcher Autobahn, vor welcher Abfahrt, Streckenkilometer, etc.)? Was ist passiert? Wie viele Personen sind beteiligt? Welche Verletzungen sind wichtig?

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu den verletzten Personen gehen. Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen. Starke Blutungen mit einem Druckverband stoppen und gegebenenfalls unter Schock stehende Personen betreuen. Atmet das Unfallopfer unregelmäßig oder gar nicht, muss die Herz-Lungen-Wiederbelebung angewandt werden – 30 mal die Herzdruckmassage und zwei Mal die Mund-zu-Mund-Beatmung.

Wer nicht geschult ist, sollte das Unfallopfer dennoch bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nicht alleine lassen.

Bußgelder für Gaffer

Gaffen anstatt zu helfen kann teuer werden. Das Bußgeld reicht von 40 Euro bis zu 5000 Euro. Die sehr hohen Strafen kommen besonders dann zustande, wenn Einsatzkräfte in ihrer Arbeit behindert werden.

Rettungsgasse

Die Autofahrer bilden eine Rettungsgasse, indem die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links fahren. Die Autofahrer auf den übrigen Fahrstreifen fahren nach rechts. Befahren werden darf die Rettungsgasse nur von Einsatzkräften.

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