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Riesige Vliesbahnen schützten die S-Arena vor Bombensplittern

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Von: Thomas Kopietz, Stefan Rampfel

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Eine Woche nach Bombensprengung: Das THW nahm den Schutzvlies an der S-Arena ab.
Eine Woche nach der Bombensprengung in Göttingen: Das THW nahm den Schutzvlies an der S-Arena ab. © Stefan Rampfel

In Göttingen beginnen nach der Sprengung von fünf Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg die Aufräumarbeiten.

Göttingen – Genau eine Woche nach den Bombensprengungen auf dem Schützenplatz und am Leineufer hat das Technische Hilfswerk (THW) am Samstag, 6. August, das große Vlies entfernt, das zum Schutz der S-Arena gegen die Detonationen aufgehängt worden war. Zur Unterstützung kam dabei auch eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr Göttingen.

Ein Blick in die Sprengkrater lässt erahnen, welch ungeheure Kraft bei der Sprengung der fünf amerikanischen 500-Kilo-Weltkriegsbomben gewirkt haben muss.

Schutzvlies an S-Arena war 23 Meter lang und acht Meter hoch

Zum Schutz der nur wenige Meter entfernen S-Arena war zuvor ein Schutzvlies vor die Fassade aufgehängt worden. „Das Vlies hat eine Länge von rund 23 Metern und ist sieben bis acht Meter hoch“, sagt Markus Bornscheuer, Zugführer des Ortsverbandes Göttingen des THW, das am Samstag mit sieben Helfern vor Ort war.

Schutzvlies half: Keine Beschädigungen an S-Arena-Fassade

Das Schutzvlies war zuvor von der Stadt Göttingen beschafft worden und sollte verhindern, dass Splitter oder anderes Material bei der Sprengung der fünf Weltkriegsbomben die Sparkassen-Arena beschädigen. Der Plan ist aufgegangen: An der Frontfassade sind keine Beschädigungen zu beklagen.

Nach einer knappen Stunde war der samstägliche Einsatz auch schon wieder beendet. Zum Schluss wurde das gespannte Drahtseil, an dem die Vliesbahnen hingen, gelöst.

Haupteingang der S-Arena bleibt noch gesperrt

Der dortige Haupteingang der S-Arena kann allerdings noch nicht genutzt werden. Die Besucher des Finales des „Artistic Skating World Cup 2022“, das von Montag, 8. bis Samstag, 13. August, in der mehr als 3500 Zuschauer fassenden Mehrzweck-Halle ausgetragen wird, müssen die S-Arena über einen Nebeneingang betreten, der sonst üblicherweise als Notausgang dient.

Leine für Wassersportler noch gesperrt

Das THW überprüfte zudem, ob sie mehrere Big Bags aus der Leine bergen könnten, die ebenfalls zum Schutz der Detonation aufgebaut wurden und dabei in die Leine geschleudert wurden.

Big Bags sind flexible Schüttgutbehälter mit einem Fassungsvermögen von etwa 1000 Litern. „Hier kommen wir mit unseren Mitteln nicht ran“, sagte Bornscheuer nach Begutachtung. Daher muss die Leine für Wassersportler auch noch bis auf weiteres gesperrt bleiben.

Wie gemeldet, startet die Berufsfeuerwehr auch damit, das Wasser aus den aufgebauten Containern abzupumpen. Dabei handelt es sich um rund 24 000 Liter pro Container. Danach werden diese durch die Containerfirma abtransportiert. (Stefan Rampfel)

Krater: Bei der Sprengung wurden auch Schutzmaterialien wie Big Bags und Abdeckungen zerstört.
Krater und Schrott: Bei der Sprengung der Bomben am Schützenplatz in Göttingen wurden auch Schutzmaterialien wie Big Bags und Abdeckungen zerstört. © Stefan Rampfel

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