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Mit E-Rikschas durch Göttingen: Malteser bieten umweltfreundlichen Fahrdienst für Senioren an

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Von: Raphael Digiacomo

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Die Malteser bieten einen umweltfreundlichen Fahrdienst in Göttingen an. Dabei fahren Freiwillige Senioren und Interessierte mit Rikschas durch die Uni-Stadt.

Göttingen – Radtouren für die Umwelt und gegen Einsamkeit: Die Malteser in Göttingen bieten nun einen umweltfreundlichen Fahrdienst für Senioren an. Im Rahmen des neuen Projektes „Miteinander-Füreinander“ sollen sie in Zukunft ältere und einsame Menschen zur gemeinsamen Ausfahrt einladen – mit zwei E-Rikschas.

Die Fahrrad-Rikschas bieten Platz für zwei Gäste und denen ganz viel frischen Wind. Nun suchen die Malteser dafür ehrenamtliche Fahrer und Fahrgäste. „Wir wollen mit dem Projekt etwas gegen Einsamkeit und für die Kommunikation zu Seniorinnen und Senioren tun“, erklärt Projektleiterin Victoria Soddemann.

Umweltfreundlicher Fahrdienst: Malteser fahren Senioren mit E-Rikschas durch Göttingen

Fahrgast Rainer Rehbein, Ehrenamtlicher Yusuf Elmal, Projektleiterin Victoria Soddemann und Ehrenamtliche Elsa Gräff nehmen am Rikscha-Projekt der Malteser in Göttingen teil.
Die Malteser in Göttingen starten ein neues Rikscha-Projekt für Seniorinnen und Senioren. Sie freuen sich auf neue Ehrenamtliche und Fahrgäste (von links): Fahrgast Rainer Rehbein, Ehrenamtlicher Yusuf Elmal, Projektleiterin Victoria Soddemann, Ehrenamtliche Elsa Gräff. © Bitterberg-Formanek/Malteser

Ob eine Tour an der frischen Luft entlang des Flussufers der Leine, zum Gänseliesel oder einmal um den Kiessee mit Kaffee am Bootssteg – die Möglichkeiten für gemeinsame Entdeckungstouren durch die Uni-Stadt sind nahezu unbegrenzt, wie die Malteser mitteilen. Die Schönheit der Stadt ließe sich bei schönem Wetter besonders angenehm auf drei Rädern entdecken.

Mit 250 Watt E-Leistung und stufenlos verstellbarer Gangschaltung warten die Malteser-Rikschas im typischen Malteser-Rot auf tatkräftige Ehrenamtliche und unternehmungslustige Seniorinnen und Senioren. Sicherheitsbügel, Anschnallgurt und Sonnenverdeck bieten ideale Voraussetzungen für eine sichere und angenehme Fahrt.

„Die Rikschas fahren mit bis zu 25 Stundenkilometer und haben dabei eine Reichweite von maximal 100 Kilometer“, erklärt Soddemann. Auch Begleitpersonen sind eingeladen, die Rikschas mit eigenen Fahrrädern zu begleiten. Unterstützt wurde der Kauf der beiden Dreiräder von der Deutschen Postcode Lotterie.

Leine, Gänseliesel oder Kiessee: Die Uni-Stadt mit der Rikscha erkunden

Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert. Ziel sei es, gegen die wachsende Einsamkeit älterer Menschen anzugehen, denn sie haben ein deutlich höheres Risiko, sozial zu vereinsamen. Insbesondere, wenn Schicksalsschläge, Erkrankungen, Einschränkungen der Mobilität, Altersarmut oder ein Migrationshintergrund hinzukommen.

Deshalb wollen die Malteser Menschen für das Thema sensibilisieren. „Jeder kann einem einsamen Menschen Gesellschaft leisten und helfen, zum Beispiel, indem er mit ihnen Rikscha fährt“, sagt Victoria Soddemann.

Die 24-jährige Sport- und Rechtswissenschaftlerin leitet das Projekt in Göttingen und möchte Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit den Ehrenamtlichen unbeschwerte Nachmittage und generationsübergreifende Gespräche ermöglichen – in den Rikschas oder auch bei anderen Veranstaltungen, die noch in der Planung sind. (rdg)

Eine App der Malteser erklärt nun einfache Erste-Hilfe-Handgriffe. Die Malteser haben einer schwerkranken Göttingerin einen letzten Herzenswunsch erfüllt.

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