Lehrpfad

Die Robinie: Baum des Jahres steht auf dem Göttinger Stadtfriedhof

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Eine Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) steht in voller Blüte.

Der Baum des Jahres 2020 ist die Robinie und steht nun auf dem Stadtfriedhof Göttingen, in der Nähe des Teiches.

Sie erweitere den etwa drei Kilometer langen Baumlehrpfad auf 43 Baumarten, wie die Stadt mitteilte. Infomaterialien und Hinweistafeln informieren auf dem Rundweg über die Besonderheiten der jeweiligen Art.

Seit 1989 wird der Jahresbaum in Deutschland gekürt und mittlerweile am Tag des Baumes gepflanzt. So beteilige sich auch die Stadt Göttingen seit vielen Jahren an der Tradition. In diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise allerdings nur in kleinem Kreis der Friedhofsgärtner.

Die Robinie habe gute Voraussetzungen für einen Stadtbaum. Sie komme gut mit städtischem Klima und schwierigen Bodenverhältnissen zurecht. Zudem könne sie Trockenheit gut vertragen und habe keine hohe Widerstandskraft gegenüber Umweltgiften und Abgasen.

Dennoch polarisiere die Wahl der Robinie zum Baum des Jahres: Als Pionierbaumart ist sie eine Meisterin im Besiedeln neuer und unwirtlicher Lebensräume. Aus oberflächennahen Wurzeln bilden sich Wurzelsprossen, aus denen neue Bäume wachsen. Diese Strategie mache die Robinie zu einer invasiven Baumart mit dem Potential, sensible Ökosysteme, Pflanzen und Lebensräume zu bedrohen und zu zerstören.  smm

Hintergrund: Geschichte der Robinie

Die Robinie stammt aus Nordamerika und wurde vor über 300 Jahren nach Mitteleuropa eingeführt. Der Name geht auf den Pariser Apotheker und Kurautor der königlichen Gartenanlagen Jean Robin zurück. Der Baum gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und kann ein Alter von etwa 200 Jahren erreichen. Robinien sind mittlerweile in zahlreichen Zuchtsorten erhältlich

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