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Grundsatzpapier: Rosdorf will die Verkehrssituation deutlich verbessern

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Von: Per Schröter

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Präsentation: PGT-Geschäftsführer Heinz Mazur (von rechts), Gemeindebürgermeister Sören Steinberg und PGT-Mitarbeiter Marcel Kunze bei der Vorstellung des Verkehrlichen Leitbildes für die Ortschaft Rosdorf.
Präsentation: PGT-Geschäftsführer Heinz Mazur (von rechts), Gemeindebürgermeister Sören Steinberg und PGT-Mitarbeiter Marcel Kunze bei der Vorstellung des Verkehrlichen Leitbildes für die Ortschaft Rosdorf. © Per Schröter

Die Verkehrssituation in Rosdorf soll in den nächsten Jahren verbessert werden. Daran arbeitet jetzt die Gemeinde mit Hochdruck.

Rosdorf – Um die Verkehrssituation in der Ortschaft Rosdorf im Landkreis Göttingen zu verbessern, arbeitet die Gemeinde seit rund eineinhalb Jahren an einem Verkehrlichen Leitbild. Es wurde während einer Informationsveranstaltung vorgestellt.

„Immer wieder gibt es Klagen zur Verkehrssituation in der Ortschaft Rosdorf“, sagte Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD). Während im Ortskern zu viele Autos und ein chaotisches Zusammentreffen aller Verkehrsarten kritisiert würden, gebe es auf den Hauptverkehrsstraßen Probleme für den Rad- und Fußverkehr.

„In einer Befragung, an der sich Anfang des Jahres knapp 600 Bürgerinnen und Bürger beteiligten, wurden auch die fehlende Barrierefreiheit sowie das Radwegenetz genannt“, sagte Steinberg. Schon Anfang 2021 wurde das Planungsbüro PGT Umwelt und Verkehr aus Hannover beauftragt, zusammen mit den Rosdorfer Bürgern Verbesserungsmaßnahmen zu erarbeiten.

„Ein Verkehrliches Leitbild setzt den strategischen Rahmen für die nachhaltige, verkehrliche und städtebauliche Entwicklung der nächsten Jahre“, machte PGT-Geschäftsführer Heinz Mazur deutlich. Ein solches Leitbild berücksichtige alle Verkehrsarten und nehme auf besonders schützenswerte und wichtige Verkehrsräume direkten Bezug. „Rosdorf strebt an, den Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsarten Radverkehr, ÖPNV und das zu Fuß gehen deutlich zu steigern“, so Mazur.

Auch die Barrierefreiheit solle verbessert werden. „Dabei soll der Autoverkehr im Ortskern nicht eingeschränkt, aber in seinen negativen Auswirkungen gedämpft werden.“ Die Erreichbarkeit verschiedener Ziele solle für die nicht motorisierten Verkehrsarten verbessert werden.

„Weitere übergeordnete Ziele sind die Erhöhung der Aufenthaltsqualität, die Förderung kurzer Wege, die Optimierung wichtiger Knotenpunkte und des Radverkehrsnetzes, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Orientierung im Verkehr sowie das Sortieren des ruhenden Verkehrs“, so Mazur. Ausgehend von einer umfangreichen Bestandsanalyse und -bewertung seien dafür Handlungsfelder und Maßnahmenvorschläge erarbeitet worden. „Die bisherigen Inhalte wurden im Rahmen eines begleitenden Arbeitskreises diskutiert“, sagte er. Mit Beginn der Beteiligungsphase sei dann die Öffentlichkeit mit einer Befragung eingeladen worden, die Ergebnisse des Verkehrlichen Leitbildes intensiv zu diskutieren. „Anschließend folgen vertiefende Workshops zu einzelnen Themen, in denen die Inhalte vorgestellt und diskutiert werden.“ Abschließend werde der Entwurf der Politik vorgestellt, um dann beschlossen zu werden.

Was die aktuelle Fußwegesituation in Rosdorf angehe, gebe es gleich mehrere Kritikpunkte. „Die Wege im Ort sind zwar kurz, was generell gut ist, aber besonders straßenunabhängige Wege müssen zu einem durchgehenden Netz verbunden werden“, sagte Heinz Mazur. Barrierefreie Wege seien nicht durchgängig vorhanden und zur Verbesserung der Fußwegesituation sei die Entwicklung eines gut ausgebauten Fußwegenetzes, das wichtige Ziele verbindet, dringend erforderlich.

Beim Radverkehr biete Rosdorf durch verschiedene vorhandene Wege und den geplanten Radschnellweg nach Göttingen eine gute Basis. „Die Fortführung des Radschnellweges verbessert die Anbindung weiter“, sagte Mazur. Die Infrastruktur für den Radverkehr sei jedoch verbesserungswürdig, da nicht alle Verbindungen durchgehend gut befahrbar seien.

Eine Schlüsselmaßnahme sei, das Radverkehrsnetz zu entwickeln und sukzessive routenbezogen auszubauen. „Erste radverkehrsunterstützende Markierungen sollen möglichst kurzfristig auf den Hauptverkehrsstraßen umgesetzt werden“, sagte der Planer. (Per Schröter)

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