Besucher können Manöver auf Kometen miterleben

Rosetta: Lande-Party im Göttinger Institut

Am 12. November ist es soweit: Gegen 17 Uhr könnte das ersehnte Signal eintreffen. Philae, die Landeeinheit der Raumsonde Rosetta, ist auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko gelandet. Foto: ESA/ATG medialab/dpa

Göttingen. Wer die Landung der Sonde „Philae“ auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko miterleben möchte, sollte sich den Mittwoch, 12. November, im Kalender vormerken. An diesem Tag beginnt um 14 Uhr eine Party der besonderen Art im Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS).

Bei der öffentlichen Veranstaltung im Institut, Justus-von-Liebig-Weg 3, dürfen sich die Gäste auf zahlreiche Aktivitäten und Programmpunkte rund um den Kometen und die Rosetta-Mission freuen. So gibt es etwa die Möglichkeit, die Raumsonde Rosetta aus Papier nachzubasteln oder zu beobachten, wie aus Trockeneis, Wasser und einigen weiteren Zutaten ein dampfender Komet im Taschenformat entsteht. Ersatzeinheiten einiger Rosetta-Instrumente sowie ein Zwilling der Landeeinheit Philae erlauben einen genaueren Blick sowohl auf die wissenschaftlichen, als auch auf die technischen Aspekte der Mission.

Ein Höhepunkt: Auch den Rosetta-Kometen selbst können die Besucher ganz aus der Nähe kennenlernen. Ein riesiges Modell im Maßstab 1:1500 lädt dazu ein, die zerklüftete Oberfläche des Brockens mit seinen Steilhängen und Ebenen zu „begreifen“.

Gegen 15 Uhr beginnt dann der offizielle Teil der Veranstaltung. Nach einem Rückblick auf die Ereignisse der vergangenen Stunden und einem kurzen Vortrag über die einzigartige Kometenmission, können die Gäste zusammen mit den MPS-Mitarbeitern die Vorgänge im Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur im Livestream verfolgen. Zudem berichten die MPS-Kollegen in Köln und Darmstadt in Interviews von der Atmosphäre vor Ort, ihren Aufgaben und dem aktuellen Stand der Dinge. Während des Nachmittags wird für Speisen und Getränke gesorgt sein.

Rosetta ist eine Mission der Europäischen Weltraumagentur Esa mit Beiträgen der Mitgliedsstaaten und der amerikanischen Weltraumagentur Nasa. Rosettas Landeeinheit Philae wurde von einem Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) und der französischen und italienischen Weltraumagentur zur Verfügung gestellt.

Zehnjähriger Flug

Nach zehnjährigem Flug durchs Weltall ist Rosetta am 6. August am Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko Kometen angekommen. Schon jetzt hat die Mission, die „ihren“ Kometen noch bis Ende 2015 begleiten soll, mehr wissenschaftliche Daten gesammelt und präzisere Bilder aufgenommen als jede andere Kometenmission zuvor. Die Landung am 12. November ist ein risikoreiches Manöver, das in dieser Art noch nie zuvor versucht wurde. (bsc)

Kontakt: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Justus-von-Liebig-Weg 3, 37077 Göttingen, Tel. 0551/38 49 79-0.

www.mps.mpg.de

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