Rosetta-Mission: Fünf Landepunkte auf dem Kometen in der Auswahl

Bild der Rosetta-Mission: Die Fotos zeigen die möglichen Landespunkte auf dem Kometen „67P/Churyumov-Gerasimenko“. Foto: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Göttingen. Flugtechnisch erreichbar, möglichst eben, nicht zu schattig, nicht zu sonnig – und wissenschaftlich reizvoll: Diese Bedingungen soll das Gebiet auf der Oberfläche des Kometen „67P/Churyumov-Gerasimenko“ erfüllen, auf der die Raumsonde Rosetta im Herbst ihre Landeeinheit absetzt.

Das berichtet das Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.

In einer Vorauswahl hat das Lander-Team unterstützt von Kollegen aus dem Rosetta Science Team und von der ESA nun fünf mögliche Kandidaten benannt. Drei der potentiellen Landestellen liegen auf dem „Kopf“, die anderen beiden auf dem größeren „Körper“ des Kometen. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte es für Philae von dort aus möglich sein, die Aktivität von 67P aus der Nähe zu beobachten.

„Es waren schwierige Beratungen, aber wir haben einige Stellen identifizieren können, mit denen sowohl die Flugingenieure, als auch die Wissenschaftler sehr zufrieden sind“, sagt Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), wissenschaftlicher Leiter der Landemission, der die Gebiete mitausgewählt hat

Kein leichtes Unterfangen, denn die „perfekte“ Landestelle muss nicht nur sicher erreichbar sein und einen reibungslosen Betrieb von Philae ermöglichen, sondern auch die notwendigen Voraussetzungen für die geplanten wissenschaftlichen Untersuchungen bieten. Fünf Landestellen haben die Wissenschaftler nun in die engere Wahl gezogen. „In den nächsten Wochen werden wir uns die fünf Landestellen-Kandidaten besonders genau und aus der Nähe anschauen“, so Holger Sierks vom Göttinger Max-Plack-Institut, wissenschaftlicher Leiter des Kamerateams.

Rosetta ist eine Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA mit Beiträgen der Mitgliedsstaaten und der amerikanischen Weltraumagentur NASA. Rosettas Landeeinheit Philae wurde von einer Gruppe unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) und der französischen und italienischen Weltraumagentur (CNES und ASI) gebaut. Rosetta wird die erste Mission in der Geschichte sein, die einen Kometen anfliegt, ihn auf seinem Weg um die Sonne begleitet und eine Landeeinheit auf seiner Oberfläche absetzt. (bsc)

Weitere Informationen gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.