Rote Rosen auf Barbaras Grab

Stadt gedenkt französischer Sängerin, die Göttingen-Lied sang

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Unvergessen: Barbara, die Sängerin des Göttingen-Liedes, liegt auf dem Pariser Friedhof de Bagneux.

Göttingen. Die Stadt Göttingen gedenkt der französischen Sängerin Barbara, die am Dienstag, 9. Juni, 85 Jahre alt geworden wäre.

Die 1997 verstorbene Künstlerin ist unter anderem durch ihr Göttingen-Lied weltberühmt geworden.

Barbara, die mit bürgerlichem Namen Monique Serf hieß und aus einer jüdischen Familie stammte, musste aus dem von Deutschland besetzten Teil Frankreichs fliehen. Nach der Befreiung ihres Heimatlandes studierte sie klassische Musik. Das Lied komponierte sie im Sommer 1964 in Göttingen. Die Sängerin war Star eines umjubelten Gastspiels im Jungen Theater. An Göttingens berühmteste Botschafterin für die Völkerverständigung erinnern eine Gedenktafel am „Lumière“ (früher Junges Theater) in der Geismar Landstraße und die Barbarastraße auf den Zietenterrassen. Wie jedes Jahr legt das Ehepaar Boutler am Grab auf dem Pariser Friedhof de Bagneux am 9. Juni im Namen der Stadt Göttingen einen Strauß roter Rosen nieder.

Die Trägerin der Ehrenmedaille der Stadt sang sich nicht nur in das Herz des ehemaligen Bundeskanzlers und Ex-Göttingers Gerhard Schröder. Bei seiner Rede 2003 in Versailles anlässlich der gemeinsamen Sitzung des Deutschen Bundestages und der französischen Nationalversammlung zitierte Schröder sogar aus dem Lied „A Göttingen“, das nicht nur eine Hommage an die Stadt darstellt, sondern vor allem ein Chanson für den Frieden auf der Welt ist.

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