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Rotes Kreuz betreibt Göttinger Flüchtlingsunterkunft Siekhöhe

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Von: Thomas Kopietz, Bernd Schlegel

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Einsst Flüchtlingsunterkunft, dann Impfzentrum, nun wieder Aufnahmeort für Geflüchtete: In der Halle an der Siekhöhe wurden knapp 200 Betten aufgestellt. Hier sollen die Flüchtlinge nur kurze Zeit bleiben müssen.
Einsst Flüchtlingsunterkunft, dann Impfzentrum, nun wieder Aufnahmeort für Geflüchtete: In der Halle an der Siekhöhe wurden knapp 200 Betten aufgestellt. Hier sollen die Flüchtlinge nur kurze Zeit bleiben müssen. © Stefan Rampfel

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird die zurzeit vom Impfzentrum zur Aufnahmeeinrichtung für etwa 200 geflüchtete Menschen umgebauten Halle an der Siekhöhe betreiben.

Göttingen – Die Stadt hat nach eigener Mitteilung den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung auf der Siekhöhe an das DRK vergeben.

Aktuell wird die Einrichtung für die Aufnahme Geflüchteter vorbereitet. Dafür werde die technische und sanitäre Infrastruktur „ertüchtigt“, teilt die Stadtverwaltung mit. 192 Betten wurden bereits aufgestellt, ebenso Waschmaschinen und Trocknergeräte (wir berichteten).

Auch die Registrierung der Menschen durch die Ausländerbehörde der Stadt Göttingen soll dort ermöglicht werden. Der Aufenthalt der Menschen, die aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine geflüchtet sind, in der Halle an Siekhöhe soll sich auf wenige Tage beschränken.

„In kürzester Zeit ist es uns gelungen, die Siekhöhe auf die aktuelle Lage vorzubereiten und mit dem DRK eine Hilfsorganisation als Betreiberin zu finden. Alle ziehen an einem Strang, um den Menschen aus der Ukraine schnell und bestmöglich zu helfen. Das ist gelebte Göttinger Willkommenskultur“, betont Maria Schmidt, Interimsleiterin des Einsatzstabs ‚Göttingen hilft‘.

Bis Dienstagnachmittag haben sich 363 Menschen aus der Ukraine bei der Stadtverwaltung gemeldet, davon sind der Großteil, nämlich 234 unter 18 Jahre alt. Da Geflüchtete auch durch privat organisierte Transporte in Göttingen ankommen und nicht verpflichtet sind, sich sofort zu melden, lässt sich die tatsächliche Zahl der hier angekommenen und ankommenden Menschen nicht exakt ermitteln, so die Stadtverwaltung.

Erst als DT-Spielstätte geplant, jetzt wird das Ex-Evangelische Studienhaus nahe des Deutschen Theaters zur Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine.
Erst als DT-Spielstätte geplant, jetzt wird das Ex-Evangelische Studienhaus nahe des Deutschen Theaters zur Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine. © Thomas Kopietz

Über die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LabNi) werden der Stadt täglich Geflüchtete aus der Ukraine zugewiesen. Und dann heißt es: „Um die Verteilung der Menschen durch die LabNi auf die Städte und Landkreise in Niedersachsen zu erleichtern und den Kommunen damit den notwendigen zeitlichen Vorlauf für die Aufnahme und Unterbringung zu gewähren, sollten privat organisierte Transporte möglichst nicht mehr durchgeführt werden.“ Ein skurril anmutender, unrealistischer Wunsch in Zeiten großer Hilfsbereitschaft auch in Göttingen: Denn viele private Hilfsaktionen laufen und werden auch durch Spenden finanziert (wir bericheten).

Derweil ist in Göttingen der Bedarf an Unterkünften für die Menschen aus der Ukraine ungebrochen groß. Deshalb wird die Stadt verschiedene Unterkünfte für Geflüchtete bis voraussichtlich Ende März für die Aufnahme vorbereiten.

Zusätzlich kann das Studienhaus am Wall nahe des Deutschen Theaters bereits ab Dienstag, 22. März, mit mehreren Wohneinheiten genutzt werden. Weiterhin prüfe die Stadt, Wohnraum über die Vermietungsplattform Airbnb zu buchen. Nach wie vor bieten auch zahlreiche Göttinger privaten Wohnraum an. Auch Hotels stellen kurzzeitig Zimmer zur Verfügung. (Thomas Kopietz)

Wer noch Wohnraum melden möchte und kann, sollte sich unter wohnraum-ukraine@goettingen.de melden.

Impfstützpunkt Siekhöhe ist geschlossen: Es gibt Alternativen

Der Impfstützpunkt Siekhöhe in Göttingen ist ab sofort geschlossen. Grund ist, dass die Immobilie derzeit dringend für die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine benötigt wird. Für alle, die sich eine Corona-Schutzimpfung geben lassen möchten, gibt es Alternativen in Göttingen.

Der Impfstützpunkt Siekhöhe in Göttingen ist ab sofort geschlossen. Grund ist, dass die Immobilie derzeit dringend für die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine benötigt wird. Für alle, die sich eine Corona-Schutzimpfung geben lassen möchten, gibt es Alternativen in Göttingen.

In der kommenden Woche wird der Impfstützpunkt am neuen Standort im Gebäude der ehemaligen Post am Bahnhof Göttingen öffnen. Bis dahin stehen in der Stadt zahlreiche Stellen bereit, an denen die mobilen Impfteams von der Erst- bis zur Viertimpfung Corona-Schutzimpfung verabreichen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Verfügung stehen mrna-Impfstoffe sowie am Neuen Rathaus bis zur Eröffnung des Standorts ‚ehemalige Post‘ auch der Impfstoff der Firma Novavax. Die Impfteams unterstützen mit ihren Angeboten die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Impfungen von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren sind wieder am Freitag, 25. März, nach Anmeldung möglich.

Eine Übersicht über alle Impfangebote in Stadt und Landkreis Göttingen gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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