Filiale wird von jungen Mitarbeitern geleitet

Bankfiliale S-Spot besteht fünf Jahre: Wir müssen digitaler werden

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Der S-Spot der Sparkasse Göttingen feiert Geburtstag: Filialleiter Dietrich Reispich und die Auszubildende Fleur Chapus freuen sich über das fünfjährige Bestehen.

Göttingen. Stellen Sie sich vor, dass in Ihrer Bankfiliale ausschließlich Auszubildende und junge Erwachsene arbeiten. Seit fünf Jahren ist dieses Modell Realität – im S-Spot der Göttinger Sparkasse.

Das Konzept einer Bankfiliale, die ausschließlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geleitet wird, habe bei der Vorstellung vor fünf Jahren allerdings zwei Lager geschaffen: „Die einen fanden die Idee großartig, die anderen lehnten sie komplett ab“, erzählt Rainer Hald. Der Vorstandsvorsitzende der Göttinger Sparkasse sieht den S-Spot heute, fünf Jahre später, als ein Erfolgsmodell. „Die Angestellten sind mutig, motiviert und können sich dort prima entwickeln.“

Der S-Spot ist eine Sparkassen-Filiale, die sich besonders an Kunden im Alter zwischen 12 und 26 Jahre richte. Dementsprechend jung sind auch die Mitarbeiter – Geschäftsstellenleiter Dietrich Reispich ist selbst erst 26. „Wir reden mit den Kunden auf Augenhöher, Duzen uns und sprechen auch mal über private Sachen“, sagt Reispich.

Seit der Eröffnung des S-Spots habe sich die Filiale zu „einem Ort, einem Treffpunkt“ entwickelt, so Reispich. Innerhalb der fünf Jahre seien immer mehr auf die „etwas andere“ Bank aufmerksam geworden. „Die lockere Atmosphäre schätzen sehr viele unserer Kunden und bringt auch uns selbst weiter.“

Wenn es einer wissen muss, dann Dietrich Reispich. Der Göttinger hat zunächst als Auszubildender im S-Spot gearbeitet, später als studentische Hilfskraft und fester Berater, jetzt als Geschäftsstellenleiter. Für die Zukunft sieht er den S-Spot gut gerüstet. „Wir wollen noch bekannter werden und langfristiger mit unseren Kunden zusammenarbeiten. Dafür müssen wir aber noch digitaler werden, als wir es bereit sind“, sagt Reispich.

Eine von den Auszubildenden der Sparkasse ist Fleur Chapus. Die Göttingerin ist gerade im S-Spot im Einsatz, der sich für sie von den normalen Bankfilialen deutlich hervorhebe. „Wir können in der Ausbildung viel ausprobieren und beraten die Kunden alleine. Angst vor Fehlern muss man nicht haben“, sagt die 25-Jährige, die eine von drei bis vier Auszubildenden ist, die im S-Spot arbeiten.

„Durch den S-Spot wollen wir auch in Zukunft zeigen, dass der Beruf des Bankkaufmanns sehr attraktiv sein kann“, betont der Vorstandsvorsitzende Rainer Hald. „Der Nachwuchsmangel ist ein Problem, was wir unter anderem mit dem Spot bekämpfen wollen.“

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