Ziel ist ein harmonisches Stadtbild

Sägezahn-Gebäude in der Göttinger City: Wettbewerb für den Neubau

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In bester Lage: Das Gothaer Haus an der Weender Straße, auch „Sägezahn“ genannt, soll abgerissen und durch ein modernes Wohn- und Geschäftshaus ersetzt werden.

Göttingen. Das „Gothaer Haus“ an der Weender Straße (gegenüber Carée) , das auch als „Sägezahn“ bekannt ist und abgerissen werden soll, empfinden viele als Bausünde.

Architekten sollen in einem Wettbewerb Vorschläge für einen attraktiven Neubau machen.

Die Stadt und der Investor, die Development Partner AG, wollen den Wettbewerb gemeinsam starten. Ziel der gesamten Planungen ist es, dass sich das künftige Gebäude im Norden der Innenstadt deutlich harmonischer als bisher in das Stadtbild einfügt. Deshalb wird das neue Gebäude mit 14,50 Meter niedriger als das gegenüberliegende Carré sein. Außerdem soll der öffentliche Bereich in diesem Abschnitt neu gestaltet werden. Die Straßenbreite soll von zehn auf 8,50 Meter verringert werden.

Die Fußgänger haben dadurch einen kürzeren Weg über die Straße. „Die Seitenbereiche werden optisch zusammengebunden“, heißt es in der Vorlage der Stadt. Die neue Fahrbahnbreite lässt zu, dass sowohl im östlichen (Gothaer Haus) als auch im westlichen Haltestellenbereich (Carré) Busse halten können. Für Radfahrer bleibt dann noch genügend Platz, so die Stadt. „Wir machen hier ein Stück Stadtreparatur“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg mit Blick auf das bestehende Gebäude und warb für das Neubauprojekt.

Thema Fahrradstellplätze

Während der Bauausschusssitzung wurde deutlich, dass bei Planung ganz intensiv über das Thema Fahrradstellplätze nachgedacht werden muss, da immer mehr Kunden per Rad in die Innenstadt fahren. Bislang ist vorgesehen, an der nordwestlichen Ecke des Neubaus 16 Abstellplätze und im Bereich Jüdenstraße zehn Fahrradstellplätze zu bauen.

Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des künftigen Gebäudes sollen Einzelhandelsflächen entstehen, im zweiten und dritten Obergeschoss Wohnungen. Insgesamt sollen etwa 7000 Quadratmeter, das entspricht der Größe eines Fußballfeldes, vermietet werden. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen geplant.

Bislang können vor dem Gothaer Haus Busfahrgäste unter Arkaden auf ihre nächste Verbindung warten. Sie sollen nicht mehr Gestaltungselement des Neubaus sein. Stattdessen soll ein neuer Fußweg und öffentlicher Raum samt Unterstellmöglichkeit für wartende Fahrgäste entstehen.

Verkauf Anfang vergangenen Jahres

Bevor das Verfahren weitergehen kann, wird sich der Bauausschuss noch einmal mit dem Projekt befassen, denn einige Fraktionen haben weiteren Beratungsbedarf angemeldet. 

Die Düsseldorfer Development Partner AG hat das Gothaer Haus, eine morode Immobilie in bester Lage, Anfang 2016 gekauft.

Das gesamte Gelände zwischen Jüdenstraße, Weender Straße und Oberer Karspüle ist 3150 Quadratmeter groß. Die Gebäudefront zur Weender Straße ist 32 Meter lang, zur Jüdenstraße 40 Meter. Der nördliche Bereich der Weender Straße vom Stadtkern bis zum Einkaufszentrum Carré, das gegenüber zu finden ist, wurde in den vergangenen Jahren aus Sicht des Düsseldorfer Unternehmens durch die Neuansiedlung von attraktiven Filialisten stark aufgewertet. 

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