Hilfe bei Cybermobbing

„Safer Internet Day": Polizei-Tipps gegen Online-Schikane

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Nicht wegsehen: Als Zeuge von Cybermobbing sollte man das Opfer unterstützen. 

Göttingen. In mehr als 100 Ländern nehmen zum „Safer Internet Day" am Dienstag, 7. Februar, Initiativen die Online-Sicherheit in den Fokus.

Auch die deutsche Polizei bietet eine Informationsseite gegen Cybermobbing.

Was ist Cybermobbing?

Viele Jugendliche sind täglich mit dem Handy oder Laptop im Internet unterwegs, tauschen Nachrichten und Bilder aus und sind auf sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook, angemeldet. In diesem scheinbar anonymen Netz fällt es manchen leicht, andere zu beleidigen und anzugreifen. Diese Form des Online-Mobbings wird „Cybermobbing“ genannt. Cybermobbing liegt dann vor, wenn einzelne Personen oder auch Gruppen eine andere Person absichtlich und systematisch über einen längeren Zeitraum belästigen, bedrohen, bloßstellen und ausgrenzen. Cybermobbing kann jeden treffen.

Ist das Strafbar?

Auch wenn Cybermobbing selbst kein Strafbestand ist, kann es Gesetzesverstöße beinhalten. Mögliche Straftaten sind Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung oder Nachstellung. Das sind und bleiben auch im Internet Straftaten. Die Kommunikationswege, also das Handy oder Internet, sind bei den Straftaten lediglich so genante „Tatbegehungsmittel“, wie es intern bei der Polizei heißt.

Was kann ich tun?

Es gibt mehrere Tipps, wie man sich als Opfer von Cybermobbing verhalten sollte.

• Nicht auf die Beleidigungen reagieren. Im Handy den Kontakt blockieren, bei Facebook löschen.

• Opfer sollten sich jemandem anvertrauen und darüber reden. Neben den Eltern können das auch Lehrer sein.

• Das Mobbing kann beim Anbieter des sozialen Netzwerkes gemeldet werden, damit das Profil des Mobbers gesperrt werden kann.

• Natürlich kann auch eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Für eine Anzeige ist eine Dokumentation des Mobbings wichtig. Durch Screenshots, also Fotos der erhaltenen Nachrichten oder Bilder, können die Straftaten festgehalten werden. Die Unterhaltungen im Chat können auch abgespeichert werden.

Was können Freunde tun?

Oft duldet die „schweigende Masse“ das Mobbing und unterstützt damit das Verhalten des Mobbers - die Opfer werden damit allein gelassen. Deshalb ist es wichtig, dass Zeugen aktiv gegen das Mobbing vorgehen. Sie sollten dem Opfer helfen und ihm beistehen. Auch sollten sie dem Täter sein Verhalten klarmachen und zu einer Vertrauensperson gehen und davon berichten. 

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