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Sanierung: Göttinger St. Pauluskirche im neuen Kleid

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Runderneuerung für die St. Pauluskirche in Göttingen: Architekt Bernd Rokahr betreut das Projekt. © Ute Lawrenz

Göttingen. Über die St.-Pauluskirche in neuem Gewand können sich viele Kirchgänger freuen. Sie wird am dritten Oktober-Sonntag wiedereröffnet.

Vor drei Jahren sei der Wettbewerb für die Sanierung und Umgestaltung der Kirche ausgelobt worden, erzählt Architekt Bernd Rokahr. Mit seinem Unternehmen aus Hannover hat er den Entwurf kreiert, der überzeugte. In einer Bauzeit von einem Vierteljahr ist der neugotische Kirchbau umgestaltet geworden. Mehr Licht und mehr Klarheit wirken im Ergebnis.

Von einem Farbkonzept mag Rokahr kaum sprechen. Denn eigentlich sei beim neuen Anstrich viel Farbe herausgenommen worden. Mit weißen Wänden und mit Schattierungen von Weiß sei die Farbe in Fenstern und gereinigten Gemälden erfolgreich hervorgehoben werden. Die Blicke führt fortan das Licht mit sprechenden Namen wie „Abendmusik“ für Konzerte oder „Atempause“ für besinnliche Momente. Das LED-Lichtkonzept macht es möglich, nach Bedarf einen klaren Fokus zu setzen.

Dass Kinder in der Pfarrkirche gern gesehen sind, beweist das neue Taufbecken im Zentrum. In der Mitte des Kirchenschiffs sind Bänke gewichen, um Platz für das Schmuckstück aus Messing zu schaffen. Das alte Taufbecken in der Seitenkapelle sei nicht mehr attraktiv gewesen, berichtet Paul Hüppe vom Kirchenvorstand. Die Seitenkapelle ist im neuen Kleid zum Rückzugsraum für Eltern mit den Jüngsten geworden. Mit Teppich aus Ziegenhaar und Fußbodenheizung könnten sie den Gottesdienst dort mitverfolgen, ohne ihren Nachwuchs zu sehr einzuschränken zu müssen.

Ein Problem in der Kirche war laut Rokahr die Verrußung. Unter anderem mit der energetischen Sanierung hofft er, dieses Phänomen behoben zu haben. Auch den Holzwürmern wollte er den Garaus machen. Eingebaut seien Messgeräte, „um die Feuchtigkeit in den Griff zu bekommen“

Mit rund 630.000 Euro sind die Ausgaben unter den erwarteten Kosten von 650.000 Euro geblieben. Zwei Drittel übernimmt das Bistum Hildesheim, den Rest finanziert die Gemeinde über Rücklagen und Spenden. Mit den Kirchorten St. Vinzenz in Weende und St. Franzskus in Bovenden gehören insgesamt 7600 Mitglieder dazu.

Gute Zusammenarbeit

Die Kirchenratsvorsitzende Hiltrud Sürmann lobt die gute Zusammenarbeit mit allen, die am Umbau beteiligt waren. Sie freut sich auf den Neubeginn im „neuen Zuhause“. Nach dreimonatiger Schließzeit, die die Kommunikation unter den Betroffenen gefördert habe, gelte es nun, sich den Kirchbau neu zu eigen zu machen. 

Termin: Mit einem Gottesdienst mit dem Singkreis St. Paulus und dem Bläserkreis wird die Wiedereröffnung der Pfarrkirche am Sonntag, 21. Oktober, um 10 Uhr gefeiert.

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