Spende

Sartorius fördert Beatmungsforschung an der Uni-Klinik mit 500 000 Euro

Sartorius spendet 500 000 Euro für die Covid-19-Forschung und eine Nachwuchsgruppe der Universitätsmedizin Göttingen (UMG): Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Brück (links) und Prof. Konrad Meissn er. Foto: Bühl//Sartorius/nh

Exzellente Nachwuchsforscher können mit Unterstützung der Sartorius AG an der Uni-Klinik Göttingen Covid-19-Forschung betreiben.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte die Führungsetage der Sartorius AG signalisiert, sich zu engagieren, um Menschen und Institutionen zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemiekrise besonders hart getroffen sind oder eine wichtige Rolle bei ihrer Bewältigung spielen. Jetzt macht der global agierende Konzern Nägel mit Köpfen – in „seiner“ Stadt: Sartorius unterstützt die Beatmungsforschung zu Covid-19 der Klinik für Anästhesiologiean der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit einer halben Million Euro.

Exzellente Arbeit

„Wir wollen damit die exzellente Arbeit an der UMG in diesem Bereich stärken“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg gegenüber unserer Zeitung. Konkret soll das Geld als Anschub für den Aufbau der Nachwuchsgruppe „Akutes Lungenversagen“ verwendet werden. Ein weiterer Grund für die Förderung ist neben der an der Uni-Klinik diesbezüglich vorhandenen Expertise auch, dass man damit auch aktiv das Bemühen unterstütze, Lösungen gegen Covid-19 zu finden – oder die Folgen der Erkrankung, deren Verlauf Medizinern immer noch und wieder Rätsel aufgibt.

Covid-19: Daten und Therapien

Die Corona-Pandemie und vergleichbare Epidemien zeigen, wie wichtig die richtige Therapie schwerer Lungenerkrankungen ist“, sagte Kreuzburg. Die praxisorientierte klinische Forschung der hochkarätigen Nachwuchsgruppe könne wichtige Fortschritte liefern und „einen exzellenten Schwerpunkt der UMG weiter stärken. Die hier vorhandene Expertise ist deshalb im Rahmen der aktuellen Pandemie weltweit gefragt.“ Zudem gehe es darum, wichtige und noch weitgehende Daten zu Covid-19 zu sammeln.

Lungenversagen verhindern

Die UMG-Klinik für Anästhesiologie gilt nach eigenen Angaben „als international führendes Zentrum für die wissenschaftliche Erforschung sowie Weiterentwicklung von Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des akuten Lungenversagens“. Allerdings sind bisherige Konzepte und Therapieempfehlungen des akuten Lungenversagens nicht direkt auf die Covid-19-Erkrankung übertragbar. In den kommenden drei Jahren wird die Klinik für Anästhesiologie der UMG das Geld einsetzen, um auch die Entstehung und das Fortschreiten der SARS-COV2-vermittelten Lungenerkrankung und den Einfluss bestimmter Beatmungstherapien von Covid-19-Patienten zu untersuchen.

Top-Nachwuchsforscher halten

„„Sartorius ermöglicht uns durch die Spende entscheidende Mittel für den Aufbau zusätzlicher Forschungsmöglichkeiten. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt UMG-Vorstandssprecher Prof. Wolfgang Brück. Er verdeutlicht, dass die Nachwuchsgruppe international vernetzt agieren und sowohl Grundlagen- als auch Anwendungsforschung betreiben wird. Die Spende erlaube es der UMG auch, exzellente Nachwuchswissenschaftler weiterzuentwickeln und ihnen eine spätere Antragstellung wie in dem Heisenberg-Programm der DFG, zu ermöglichen. Das schaffe langfristige Forschungsperspektiven an der UMG”, sagt Prof. Dr. Konrad Meissner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie

Sartorius will auch der Kultur helfen

Sartorius will weitere Projekte fördern, auch im Kulturbereich, wo der Lockdown dramatische Auswirkungen hat. Genaues werde man zu gegebener Zeit ankündigen, sagte Kreuzburg gegenüber unserer Zeitung. (tko)

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