Durch Betriebsärztliche Dienste

Sartorius impft Mitarbeiter ab 12. Mai: Konzern ist im Modellprojekt des Landes für fünf Großunternehmen dabei

Das Gebäude des Sartorius-Konzerns
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Im Modellprojekt des Landes für Großunternehmen dabei: Sartorius kann am Mittwoch Mitarbeiter gegen das Corona-Virus impfen. (Archivfoto)

Bald sollen auch Betriebsärzte gegen das Coronavirus impfen dürfen. Niedersachsen startet ein entsprechendes Modellprojekt, bei dem ab 12. Mai auch ein Göttinger Konzern mitmacht.

Göttingen/Guxhagen – Sartorius impft: Der Göttinger Life-Science-Konzern Sartorius beginnt ab 12. Mai damit, Mitarbeiter über den Betriebsarzt gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sartorius ist eines von fünf Unternehmen, die an dem Modellprojekt des Landes Niedersachsen „Corona-Impfung durch Betriebsärztliche Dienste in Niedersachsen“ teilnehmen, das die Landesregierung über Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) vorstellte.

Sie erklärte auch, warum Sartorius mit dabei ist: Weil der Göttinger Life-Science-Konzern extrem wichtig für die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen und Medikamenten gegen Covid-19 ist.

Das betont auch Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg: „Da unsere Technologien wesentlich für die Herstellung von Coronavirus-Impfstoffen sind, ist die Aufrechterhaltung unserer Produktion essenziell.“

Impfen bei Sartorius: Zunächst Beschäftigte ab 49

Die Aufnahme in das Modellprojekt des Landes passt dem Vorstandschef deshalb wunderbar ins Konzept: „Es bietet uns zudem die Chance, einen Beitrag zur Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu leisten.“

Manche der „Sartorianer“ aber werden vorerst noch ein wenig Geduld aufbringen müssen, denn zunächst liegen für Sartorius „nur“ etwa 1200 Impfdosen bereit: „Aufgrund der begrenzen Impfstoffmenge können wir nicht alle Mitarbeiter impfen, daher werden wir dies zunächst den Beschäftigten über 49 Jahre anbieten“, sagt denn auch Kreuzburg.

Impfen bei Sartorius: Konzern rechnet mit hoher Impfbereitschaft

Bei Sartorius geht man derweil von einer sehr hohen Impfbereitschaft aus. Am Dienstag, 11. Mai, ist zunächst ein Beratungstag für Mitarbeiter geplant; Start der Erst-Impfungen auf dem Sartorius Campus in Göttingen ist am Mittwoch, 12. Mai.

Auch am darauffolgenden Freitag und Samstag finden Impfungen statt. Insgesamt werden rund 1200 Biontech-Dosen an Mitarbeiter aus Göttingen und Guxhagen bis Geburtsjahrgang 1971 verimpft.

Das Unternehmen geht davon aus, mehrere Hundert Mitarbeiter pro Tag impfen zu können. Sartorius bemüht sich darum, sofern möglich, auch weitere Sartorius-Mitarbeiter sowie Mitarbeiter anderer Betriebe impfen zu können.

Impfen bei Sartorius: 500 Mitarbeiter bereits geimpft

Bereits Anfang April haben rund 500 Sartorius-Mitarbeiter im Rahmen einer Biontech-Impfaktion zur Sicherstellung der Lieferkette eine erste Dosis bekommen. Diese erhalten Ende Mai ihre zweite Impfung.

Überaus erfreut über das Impfen der Mitarbeiter auf dem Sartorius-Campus ist auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD): „Sartorius leistet durch sein Engagement einen wichtigen Beitrag dazu, mehr Menschen in der Region zügig gegen Covid-19 impfen zu können. Ich bin sehr dankbar, dass Sartorius hiermit erneut gesamtstädtische Verantwortung übernimmt.“

Das Modellprojekt sei ein weiterer Beleg dafür, wie stark Göttingerinnen und Göttinger zusammenhalten und die Pandemie gemeinsam bewältigen. „Als Oberbürgermeister dieser Stadt bin ich vom unermüdlichen Einsatz unzähliger Menschen tief beeindruckt und bedanke mich ausdrücklich für die geleistete Arbeit.“ (Thomas Kopietz)

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